Päckchen
  • die zusammengepackten Kleidungsstücke, die zu einem Anzug, im besonderem zum Arbeitszeug des Mariners gehören, daher auch Takelpäckchen, weißes Päckchen usw.
  • Als Päckchen bezeichnet man auch eine Gruppe von gleichen oder ähnlichen Fahrzeugen, wenn sie im Hafen längsseits aneinander festgemacht werden
Packeis Meereis in Form von Treibeisschollen verschiedenster Art und Dichte mit Ausnahme von Festeis. Das durch Übereinanderschieben von Eisschollen durch Winddrift und Strom entstehende Eis wird entsprechend der internationalen Eisnormenklatur als Presseis bezeichnet.
Paddel frei zu führendes Ruder oder Doppelruder
Paddelallee eine von Tonnen oder Pricken begrenzte Fahrrinne
Paddelboot mit einem Paddel bewegtes Boot, z.B. Faltboot, Kanu
Palaver Besprechung, endloses Gerede
Palette Untersatz zum Stapeln von Versandgütern (Frachtgut), die dadurch leichter gehoben und bewegt werden können
Pall Sperrklinke, die das Zurücklaufen des Spills verhindert
Pallar altindisches Flussschiff mit nur einem Mast und ein seitlich angebrachtes Ruder
Pallen, Pallings
  • die Ladung mit starken Balken abstützen
  • Stützen, auf denen das Schiff  im Trockendock ruht
Palstek, Pahlstek ein seemännischer Knoten, der ein Auge bildet. Er wird benutzt, wenn ein Festmacher über einen Pfahl oder Poller gelegt werden soll.
Pampero kalter Wirbelsturm aus dem südlichen Polargebiet in der Nähe der La-Plata-Mündung (Argentinien)
Panamakanal Schifffahrtsverbindung zw. dem Stillen Ozean und Atlantischen Ozean; Länge: 81,6 km
Pantry Anrichteraum an Bord von Schiffen, dient zur Aufbewahrung  und zum Anrichten von Speisen.
Panzerkreuzer früher: kleines, schwächer als ein Schlachtschiff gepanzertes Kriegsschiff
Pardunen Eisendrähte, die die Masten schräg nach achtern und zur Seite abstützen
Part Teil des Läufers einer Talje. Man unterscheidet: stehende Part, laufende Part und holende Part
Passage
  • Überfahrt, Reise mit dem Schiff übers Meer
  • eine enge Durchfahrt für Schiffe, etwa ein Sund
Passagewind guter Wind für die Überfahrt
Passagier Fahrgast, Schiffsreisender z.B. auf  Kreuzfahrtschiffen
Passagierliste eine Liste, in der alle Schiffsreisende namentlich aufgelistet werden
Passat gleichmäßiger tropischer Wind, wechselnd zwischen Nordost und Südost
Passatsegel Segel, die es besonders gut gestatten, die regelmäßigen Passatwinde mit ihren mittleren Windstärken zu nutzen
Passer ein spezieller, in der Navigation (19. Jh.) verwendeter Zirkel zum Messen von Distanzen.
passieren vorbeifahren
Patent frühere Bezeichnung für: Befähigungsnachweis, Befähigungszeugnis für nautische und technische Schiffsoffiziere und Kapitäne
Patentanker stockloser Anker mit beweglichen Flunken ( Klappanker)
Patentlog ältere Fahrtmessanlage, die aus einem an einer Leine nachgeschleppten Propeller und einem am Heck des Schiffes befestigten Zählwerk (Loguhr) besteht, auf dem die zurückgelegte Distanz abgelesen werden kann.
Patile indischer Lastsegler in Klinkerbauweise
Patsche, Patsch
  • über ein Leck zur Abdichtung angebrachte Bohle (Lecksicherung)
  • Aufgesetzter Flicken im Segel oder in einer Persenning
Pattamar Segelschiff in indischen Gewässern, zwei bis drei Masten
Pazifik Pazifischer / Stiller Ozean  Nordpazifischer Ozean, Nordpazifik  Südpazifischer Ozean, Südpazifik  seine Nebenmeere: Beringmeer, Ochotskisches Meer, Japanisches Meer, Ostchinesisches Meer, Australasiatisches Mittelmeer, Golf von Kalifornien; Meer, Weltmeer
Peerd, Pferd Tau unter den Rahen, um die Besatzung das Arbeiten an der Rah beim Segelfestmachen zu ermöglichen; Springpeerd, Fußpeerd, Handpeerd
Pegel  eine Vorrichtung (Lattenpegel) zur Wasserstandsmessung, Wasserstandsanzeiger, an Brücken, Schleusen und in Häfen
Pegelnull Abk. PN; Bezugsebene eines Pegels, sie liegt z.B. an der Nordseeküste 5,00 m unter Normalnull (NN); 1927 festgelegt.
Peildeck das Deck über der Brücke, auf dem der Magnetkompass der für jedes Schiff für den Fall vorgeschrieben ist, dass der Kreiselkompass ausfallen sollte, in einen wetterfesten Gehäuse. Hier befinden sich auch der Peilrahmen für den Funkpeiler, die Notbatterie für die Funkstation und in einen wasserdichten Gehäuse die Notsignalmunition.
peilen Richtung, Entfernung, Wassertiefe bestimmen
Peilrahmen ringförmige Richtantenne von Drehrahmenfunkpeilern, bei Goniometerpeilern als feststehender Doppelrahmen ausgebildet, bei dem die beiden Rahmen senkrecht aufeinander stehen.
Peilung die Bestimmung einer Richtung bzw. eines Winkels bezüglich einer Bezugsrichtung; als Kompass-P. auf Kompassnord, als Seiten-P. auf die Mittelschiffslinie bezogen. Als Kreuz-P. bezeichnet man die Standortbestimmung aufgrund mehrerer Peilungen (Bestimmung des Schnittpunkts der ermittelten Peilstandlinien). Eine Funk-Peilung zu Navigationszwecken z. B. bei Schiffen wird mittels Funkempfänger und richtungsempfindliche Antenne durchgeführt.
Pendelverkehr regelmäßig zwischen zwei Häfen stattfindender Verkehr z.B. mit Schiffsfähren
Pennant Wimpel; Kommandantenwimpel
Pentretere griechisches Ruderschiff mit fünf Reihen von Ruderern
Persenning starkes Segeltuch als Schutz und Abdeckung von Gerätschaften, Luken, Oberlichtern und Ladung
Petersen-Skala von Kpt. Petersen eingeführte und 1939 international angenommene Skala für die Benennung der Seegangsstärken in Anlehnung an die Beaufort-Skala. Die Petersen-Skala wird heute aber durch die Angabe der Seegangsparameter nach dem SI-System ersetzt.. An Bord gemessen werden dei Wellenhöhe in Metern und die Wellenperiode in Sekunden. - Petersen-Seegang-Skala: 0 ruhige spiegelglatte See 4 mäßig bewegte See 8 sehr hohe See 1 ruhige gekräuselte See 5 grobe See 9 außergewöhnliche schwere See 2 ruhige oder schwach bewegte See 6 sehr grobe See . . 3 leicht bewegte See 7 hohe See . .
Pfahlmast Maststumpf zur Befestigung von Ladebäumen, meist außerhalb der Mittschiffslinie
Pfahlmuschel an Pfählen haftende Miesmuschel
Pfeifen und Lunten aus Befehl zur Beendigung der Freizeit an Bord von Marineschiffen
Pforte verschließbare Öffnung in der Seitenwand eines Schiffes für Riemen, Geschütze u.a.
Pfriem eine starke gekrümmte Nähnadel, die zum Vernähen schwieriger Stücke verwendet wird
Pfünder veraltete Bezeichnung für Geschütze nach der Masse ihrer Geschosse (z.B. 36-Pfünder: ein Geschütz dessen Geschoss 36 Pfund bzw. etwa 18 kg wiegt).
PIANC Abk. für Permanent International Association of Navigation Congresses
picken soviel wie haken, siehe anpicken
Piek
  • vorderster und hinterster Teil des Schiffsraumes, Raum in den äußersten spitzen Enden am Bug
  • das oberste Ende eines Gaffelsegels
Pier Bezeichnung  für einen senkrecht zur Fahrrinne stehenden Hafendamm, dient als Anlegestelle und Güterumschlagplatz für Schiffe; auch Landungsbrücke
Pijacke für blaue Seemannsüberjacke
Pilzanker Anker in der Form eines Pilzes
Pinasse (früher) dreimastiges Segelschiff (Pinass); Beiboot auf  Kriegsschiffen, größere Schiffe; Hafenboot, Barkasse
Pinne Hebelarm am Steuerruder; Ruderpinne
Pint ein englisches Raummaß von 0,568 Liter
Pirat
  • Seeräuber, Freibeuter, Korsar
  • Segelschiff; Jolle für 2 Mann Besatzung
Planke, Decksplanke starkes Brett, Bohle
Plate Bezeichnung für ein Sand im Gebiet einer Flussmündung, z.B. Robbenplate in der Wesermündung
Plankton Gesamtheit der im Wasser schwebenden tier. und pflanzl. Lebewesen (Planktonten, Plankter), die keine oder nur eine geringe Eigenbewegung haben, so dass Ortsveränderungen überwiegend durch Wasserströmungen erfolgen
Plattgatt Heck, das mit einem großen Spiegel (glatte Fläche) abschließt, der oft noch geneigt ist, häufig bei Jachten, aber auch bei modernen Schnellfrachtern zu finden;  siehe Spiegelheck
Plattings schmales Geflecht aus Fasertauwerk. Auf Segelschiffen zum Schutze der Segel oder des Tauwerks gegen "Schamfilen" verwendet
platt vor dem Wind segelt ein Schiff, wenn es dem Wind genau von achtern hat
Plicht eingetiefter Sitzraum für die Besatzung in Booten und Segeljachten, siehe auch "cockpit"
Plichtanker der größte und schwerste Stockanker auf der Back eines Segelschiffes (auch Rüstanker)
P-Liner Bezeichnung für die Segelschiffe der Hamburger Reederei Laeisz, deren Schiffe meist Namen trugen, die mit P begannen (Pamir, Passat usw.)
Plombe Metallsiegel zum Verschließen von Behältern u. Räumen  durch den Zoll,  z.B. zollfreie Ware auf Schiffen
Plumpe Schöpfbecher mit einer Leine
Plünnen nennt der Seemann seine Segel, aber auch sein Zeug, da heißt seine Kleidung
pönen seemännischer Ausdruck für das Anstreichen, Malen, auch für schreiben
Pol
  • Drehpunkt, Mittelpunkt, Zielpunkt
  • Endpunkt der Erdachse u. seine Umgebung; Nordpol, Südpol
  • Schnittpunkt der verlängerten Erdachse mit dem Himmelsgewölbe, Himmelspol
Polarkreis, Polarkreise die von beiden Erdpolen um 23º 30' entfernten Parallelkreise (nördl. und südl. Polarkreis bei 66º 30' nördlicher Breite bzw. südlicher Breite) trennen die Polarzonen von den gemäßigten Zone
Polarlicht nächtliche Leuchterscheinung in den polaren Gebieten der Nord- (Nordlicht) und Südhalbkugel (Südlicht). Polarlicht entsteht, wenn die Atome der Ionosphäre (meist in 100 km Höhe) durch von der Sonne ausgehende Korpuskularstrahlung zum Leuchten angeregt werden.
Polarnacht der Zeitraum, in dem die Sonne länger als 24 Stunden unter dem Horizont bleibt (zutreffend für Orte zw. den Polarkreisen und den Polen)
Polarstern steht fast genau in der Verlängerung der Erdachse über den Nordpol. Wurde schon im Mittelalter zur Berechnung der geographischen Breite auf See benutzt.
Polder Koog, dem Meer abgewonnenes eingedeichtes Land
Polka-Bark siehe Dreimastrahschoner
Poller Metallpfeiler mit verdicktem Kopf, Vorrichtung auf Schiffen und Kaimauern, zum Festmachen der Trossen
Pomuchel Bezeichnung für den Dorsch
Ponton meist kastenförmiger, schwimmfähiger Hohlkörper, z. B. als Anleger für Fährschiffe, als "schwimmender Pfeiler"  bei Behelfsbrücken (Pontonbrücken)
Poop hinterer Aufbau oberhalb des Hauptdecks von Schiffen; der erhöhte hintere Teil eines Schiffe
Pore die Nordseekrabbe
Portenband weißer Farbgang unterhalb des Schanzkleides mit schwarz gemalten Kanonenpforten
Poseidon griech. myth. Gott des Meeres, Sohn des Urgottes Kronos und der Bruder des Zeus. Mit seinem Dreizack beherrscht er alle Gewässer der Erde. Seine Gemahlin war Amphidrite
Position Standort eines Schiffes, wird in Längen- und Breitengrad angegeben
Positionslaterne, Positionslampen, Positionslichter  geben nachts anderen Schiffen klare Auskunft über die Art und die Fahrtrichtung eines anderen Schiffes. Backbord: rote Laterne; Steuerbord: grüne Laterne; Hecklampe, Topplaternen: weißes Licht; Segelschiffe und Motorboote haben Kombinationslichter
Portalhubwagen siehe Van-Carrier
Pott (seem.) Schiff
Prahm flacher Lastkahn; schwimmende Arbeitsplattform; Prähme
prangen, pressen Überbeanspruchung der Takelage, um ein Schiff vor dem Stranden zu bewahren
Prau langes schlankes Segelboot mit Auslegern in Melanesien und Polynesien
preien anrufen; Rufen von Schiff zu Schiff oder zum Land
pressen zuviel Segelführung im Verhältnis zur Windstärke
Pricke, Pricken ein Seezeichen, eine einfache Stange markiert den Fahrwasserverlauf auf Nebengewässern
Pricker dünner Marlspieker
Priel schmaler Wasserlauf im Watt, bei Hochwasser Fahrrinnen für Kutter
Prise aufgebrachtes feindliches oder Konterbande führendes neutrales Schiff;  beschlagnahmte Ladung eines solchen Schiffes
Prisenrecht das Recht der kriegführenden Parteien im Seekrieg, feindl. Handelsschiffe und Waren (Prise) sowie auch neutrale Schiffe und Waren z.B. bei Blockadebruch zu beschlagnahmen und in ihr Eigentum zu überführen
Privateer dasselbe wie Kaper, Freibeuter
Propeller Antriebsschraube für Schiffe
Proviant Verpflegung und Wasser an Bord, Vorrat an Nahrungsmitteln für eine Schiffsreise
PS (Pferdestärke) = 735,5 W (= 0,735 kW), Umrechnungsfaktor: 1,36 (veraltete Einheit für Maschinenleistung)
PSe effektische Leistung bei Motoren; am Ende der Schraubenwelle wirkend; auch EPS
PSi indizierte Leistung bei Kolbenmaschinen; mit dem Indikator an der Maschine gemessen; auch IPS
PSw Wellenleistung bei Turbinen; wie PSe an der Schraubenwelle gemessen; auch WPS
Psychrometer Gerät zur Messung der Luftfeuchttigkeit. In der Schifffahrt wird das Aßmannsche Asprationspsychrometer verwendet.
pullen seemännisch für rudern, ein Boot mit Riemen fortbewegen
Pulverflagge Bezeichnung für die Flagge "B", die gesetzt werden muss, wenn das Schiff explosible Güter, wie Sprengstoff, Benzin u.a. an Bord hat.
Pumpenmann Besatzungsmitglied, das für die Bedienung von Pumpenanlagen auf Tankern eingesetzt wird.
Punt auch Schauke, ein flachbodig-viereckiger hölzerner Kahn, früher in England auch als kleines Sportboot
purren wecken der Wachablösung; müde Schläfer aus ihrer Koje treiben
Puster scherzhaft für Funker (durch neue Datenübertragungstechniken wird der Funker nicht mehr benötigt)
Pütting an der Außenhaut angebrachtes und bis über das obere Deck reichendes Flacheisen mit einem Auge zur Befestigung der Wanten
Pütz, Pützen Wassereimer aus Holz oder Blech
Pützenknoten ein dicker Zierknoten auf dem Tampen des Pützenendes