O Internationales Buchstabensignal (Flagge), rot-gelb. Bedeutung: Mann über Bord, morsen: 3 mal lang ( - - - )
Oakum geteertes Hanf- oder Manilafasern von altem Tauwerk, die zum Kalfatern der Planken von Holzschiffen benutzt wurden
OBC-Schiff Abkürzung von Ore-Bulk-Container-Schiff (Ore = Erz, Bulk = Schüttgut)
Oberbootsmann Portepee-Unteroffizier unmittelbar über den Bootsmann (Bundesmarine)
Oberdeck das oberste durchlaufende Deck des Schiffes
Oberfeuer bei einem Richtfeuer das hinter dem Unterfeuer gelegene höhere der beiden Leuchtfeuer. Die Leitlinie ist nur richtig bezeichnet, wenn Ober- und Unterfeuer beide in Deckung liegen
Obergefreiter Mannschaftsdienstgrad unmittelbar über den Gefreiten (z.B. Bundesmarine)
oberlastig ein Schiff zu hoch beladen, mit zu hoch liegendem Schwerpunkt
Oberleutnant zur See Offiziersrang über dem Leutnant (Bundesmarine)
Oberlicht horizontal oder mit geringer Neigung angeordnetes Fenster am Deck oder Kajütendach
Obermaat Unteroffizier ohne Portepee, unmittelbar über den Maat (Bundesmarine)
Obersegel Bramsegel und die darüber befindlichen Rahsegel
Oberwasser Wasserfläche oberhalb einer Schleuse oder eines Wehrs
OBO-Schiff Abk. für Ore-Bulk-Oil-Schiff  (Massengutschiff)
Ochsenauge Loch in Wetterwolken
Ochsenkopf Klüse mit zwei nach oben ragenden leicht gebogenen Eisendornen zum Belegen von Tauwerk
Odde in die See hinausragende Landspitze, wie ein Huk
OECD Maritime Transport Committee of the Organization of Economic  Co-Operation and Development.
OEZ osteuropäische Zeit
Offiziere an Bord zu ihnen gehören alle Patentinhaber der A-, B-, C-Patente, die Schiffsärzte, Zahlmeister, früher auch die Seefunker (Offizier meint stets einen nautischen Offizier; Ingenieur meint stets einen technischen Offizier)
Offshore-Technik Sammelbezeichnung für Geräte, Schwimmkörper, Plattformen, Spezialschiffe, Erkundungs- und Ortungstechnik u.a.m., die für die Nutzung der Bodenschätze vor der Küste und Tiefsee (z.B. Erdölförderung)
Ohrlamm scherzhafte Bezeichnung für einen befahrenen Matrosen.
O-Jolle Olympiajolle, Einmannboot der Einheitsklasse (Olympische Klasse 1936 und 1948).Gegenwärtig: Nationale Klasse;  Boot aus Massivholz, Sperrholz oder GFK, Länge 5,0m, Breite 1,66m, Gesamtmasse ca. 180kg, Segelfläche 10 m², Klassenzeichen: O
Oktant ein in der Nautik verwendeter Winkelmesser, der den achten Teil des Kreises erfasst, im Gegensatz zum Sextant, der den sechsten Teil erfasst.
Ölkannenschwenker Maschinenpersonal
Ölpest Verschmutzung von Meeresflächen und Küsten durch Erdöl oder Erdölprodukte
Ölprinz Maschinenpersonal, Heizer
Oldtimer alter erfahrener Seemann von Schrot und Korn, der womöglich noch auf Windjammern um Kap Hoorn gesegelt ist.
Olympische Klasse Internationale Bootsklasse, die von der IYRU für die Olympischen Segelregatten ausgewählt wurde. Für 1984 waren es: Finn-Dinghy, Flying-Dutchmen, Tornado, Soling, Starboot, 470er, und Windglider.
Ölzeug wasserdichte Oberbekleidung für Seeleute
Omega-Navigation ein zwischenzeitlich eingestelltes weltweites Funkortungssystem für die Ortsbestimmung
Operation Sail Die 1955 in Großbritannien gegründete Sail Training Association (STA) veranstaltet seit 1956 alle zwei Jahre Regatten der Segelschiffe
Optimist kleinster Segelboottyp, Segeljolle für Kinder
Orkan Sturm der höchsten Windstärke, Bezeichnung auch für tropische Wirbelstürme.
Orlogschiff holländische Bezeichnung für ein Kriegsschiff
Ortung durch Orten festgestellter Standort, die Gesamtheit der Mess- und Rechenvorgänge zur Bestimmung eines Standortes
Osebergschiff nach dem Fundort Oseberg im norwegischen Oslofjord benanntes Grabschiff einer Wikingerkönigin um 700 u.Z.; gefunden auf der Insel Nerlandsöy bei Aalesund, mit reichen Schnitzverzierungen, besonders abstrakten Tierornamenten und Bestattungsbeigaben; ausgegraben 1904; heute in Oslo.
ösen Wasser schöpfen, z.B. eingedrungenes Wasser aus einem Rettungsboot ösen
Ösfatt, Ösfaß schaufelartiger Gegenstand aus Holz oder Metall zum Ausschöpfen von Wasser aus Booten
Ost, Osten Himmelsrichtung; Abk. O; Ost und West; der Wind kommt aus Ost
Ostsee Baltisches Meer, flaches, im Mittel nur 55 m tiefes pfannenförmiges Nebenmeer des Atlantischen Ozeans, zw. Skandinavien, dem Baltikum, dem norddeutschen Flachland u. Dänemark, rund 397100 qkm groß.
OTAK Organization of Engineering Superintendance and Surveying Authorities; Organisation der technischen Aufsichts- und Kontrollorgane von Schiffen
Ozean zusammenhängende Wassermasse der Erde, Weltmeer
Ozeandampfer Schiff im Überseeverkehr