Maat
  • Unteroffizier der Bundesmarine
  • seemännisch: Kamerad, Gehilfe, Mitarbeiter
Magnetische Nord die (missweisende) Nordrichtung, die auf den magnetischen Nordpol zeigt
Magnetkompass der gewöhnliche Kompass, der durch Magnete in die (magnetische) Nord-Südrichtung gestellt wird. Gegensatz: Kreiselkompass, der sich in die geographische Nordrichtung stellt.
magnetischer Kurs Dies ist ein missweisender Kurs, der nach der missweisenden Rose ausgerichtet ist. Er weicht um die Missweisung von dem rechtweisenden Kurs ab.
Magnetnadel Nadel im Kompass, die sich zum magnetischen Pol hin bewegt
Mahagoni-Patent Sporthochseeschifferexamen
Mahalla Ansammlung von vielen Schiffen
Mahlsand lockerer Sandboden, der durch seine Sättigung mit Wasser wenig Tragfähigkeit besitzt, so dass aufgelaufene Schiffe einsinken. Dieser Vorgang wird durch die am Schiff entstehendenWasserströme mit Wirbeln ( Mahlstrom) verstärkt, so dass die Schiffe oft nur mit fremder Hilfe wieder frei kommen können.
Mahlstrom Strudel
Maidentripp erste Reise nach Fertigstellung, Jungfernreise
Maierform Rumpfform von Seeschiffen mit weit auslaufendem Vor- und Hinterschiff mit besonders geringem Widerstand bei Seegang. Von F.Maier Anfang des 20. Jahrhundert entwickelt.
Maker
  • Kamerad
  • Vorschlaghammer
Makler Bezeichnung für Firmen im Hafen, die für Schiff, Ladung und Besatzung als Treuhänder zwischen Reedern, Spediteuren, Behörden usw. alles Nötige erledigen.
Maling Zeichnung, Aufgemaltes, für eine fertiggestellte Malerarbeit an Bord
mall
  • gedreht, umspringend, verdreht (vom Wind)
  • nordd. übertrieben. für von Sinnen, verrückt)
Mall Muster, Modell für Schiffsteile, Spantenschablone
mallen
  • nach dem Mall bearbeiten
  • Umlaufen oder Umspringen des Windes, der Wind mallt
Mallung Hinundherspringen des Windes
Manilatauwerk aus Fasern der Blattscheide der Faserbanane hergestelltes Tauwerk. Die Fasern sind lang, leicht und widerstandsfähig.
mannen von Mann zu Mann weiterreichen
Mannloch Öffnung zum Einsteigen in Kessel oder Tanks
Mannschaft Gruppe von Männern und Frauen, die die Besatzung eines Schiffes bilden, ohne die technischen und nautischen Offiziere, Schiffsarzt, Hotelchef und Zahlmeister
Manntau Tauwerk, das in regelmäßigen Abständen mit Knoten versehen ist, wird über Bord gehängt, um daran an oder von Bord zu klettern.
Mann-über-Bord-Rolle Sicherheitsmanöver, das durchgeführt wird, wenn eine Person über Bord gefallen ist. Er ist immer mit dem Klarmachen eines Rettungsbootes gekoppelt, das notfalls am Unfallort zur Aufnahme des Verunglückten ausgesetzt wird. Das Schiff wird durch ein Mann-über-Bord-Manöver an den Unfallort zurückgeführt.
Manöver
  • Flottenübung
  • Drehung, Schwenkung eines Schiffes aus eigener Kraft
manövrieren ein Manöver durchführen, ein Schiff geschickt steuern
Marina Yacht-, Motorboothafen mit speziellen Einrichtungen  wie: Energieanschlüsse, Bunkerung von Wasser und Treibstoff,  Aufsicht, nahegelegene Reparaturmöglichkeiten usw.
Marine
  • Seewesen eines Staates; Handelsmarine, Flottenwesen
  • Kriegsmarine, Kriegsflotte, Flotte
  • bildliche Darstellung des Meeres, der Küste, des Hafens
Marineklapphose Hose in  dunkelblauer Farbe, gehört zum traditionellen Segelpäckchen.  Sie ist warm, strapazierfähig und ist mit einer an beiden Seiten vorne aufknöpfbaren Klappe versehen.
Marineleim Lösung von Kautschuk und Asphalt in Teeröl; wasserdichter Kitt, dient in der Schifffahrt zum Ausfüllen von Fugen bei Holzplanken
Mariner Matrose, Marinesoldat
maritim
  • das Meer betreffend
  • das Seewesen betreffend, zum Seewesen gehörig
maritimes Klima Seeklima
marlen ein Segel mit Marlschlägen anschlagen, siehe auch "anmarlen"
Marlspieker, Marlpfriem Dorn, Stahlpfriem, oft klappbar an Seglermessern angebracht. Wird (vom Segelmacher) zum Aufweiten der Kabeldrehung beim Durchstecken des Spleisses,  zum Spleißen von Hanf und Drahttauen gebraucht.
Mars Plattform am Topp des Untermastes zum Befestigen der Marsstenge; Ausguck am Mast, Mastkorb
Marschfahrt bei der Marine die ökonomische Geschwindigkeit mit der ein Schiff läuft. Es ist diejenige Geschwindigkeit, bei der das Schiff mit einer gegebenen Brennstoffmenge am weitesten kommt. Die Marschfahrt ist bei jedem Schiff verschieden, da sie sich nach der Schiffsform und nach der Maschinenanlage richtet.
Marsrah Rah, die das Marssegel hält
Marssegel an der Marsstenge befestigtes Segel
Marsparduhn starker Eisendraht, der die Marsstenge oberhalb des gesetzten Marssegel von achtern abstützt
Marssaling Entweder Mars: Plattform im Mast wo die Marsstenge anfängt, oder Saling: Plattform am Mast wo die Bramstenge anfängt
Marsstenge erste Verlängerung des Mastes
Maschwa einmastiger Segler in Indischen Ozean; auch als Beiboot auf großen Dauen
Massive See kommt am Deck, wenn Seen oder Brecher an Deck kommen. Gegensatz: Spritzwasser.
Mast senkrecht hochragendes Rundholz oder Stahlrohr; Schiffsmast, Fahnenmast
Mastknecht senkrecht im Deck, z.B. neben den Mast befestigter starker Pfosten mit Scheibgats zum Durchscheren (Durchführen) von laufenden Enden, die auf Deck entlang geholt werden
Mastkorb Korb im  Mast  für den  Beobachtungsposten, Ausguck
Mastringe, Mastband hölzerne Ringe, die lose um den Mast sitzen und an denen Schratsegel ( Gaffelsegel usw.) zum Setzen festgemacht werden.
Mastspur Halterung des unteren Mastendes auf dem Kiel von Holzschiffen oder Booten
Maßstab
  • Auf  Zeichnungen, Karten usw. das Größenverhältnis der dargestellten Dinge zu den Dingen selber. So bedeutet bzw. Maßstab 1:25, dass die Gegenstände selber 25 mal so groß sind als ihr Darstellung auf dem Plan, oder 1 cm auf dem Plan sind 25 cm in Wirklichkeit
  • Ein Lineal, das eine Maßeinteilung trägt, die einem bestimmten Maßstab entspricht
Matjeshering junger, gesalzener Hering
Matrose
  • jemand der seemännisch ausgebildet ist, Mitglied der Schiffsbesatzung
  • unterster Mannschaftsdienstgrad bei der Bundesmarine. Bei der Handelsschifffahrt ist 1984 die Ausbildung zum Matrosen eingestellt worden. Das Berufsbild "Matrose" gibt es nicht mehr. An seiner Stelle ist der Schiffsmechaniker getreten, mit einer integrierten Ausbildung für die Verwendung an Deck und in der Maschine
Matrosenkuchen Schiffszwieback
Maschinentelegraph mit ihm werden die Befehle für Fahrstufen oder Maschinenmanöver in den Maschinenraum zum Manöverstand signalisiert. Jeder Befehl wird mit einem Klingel- oder Summersignal begleitet.
Matte
  • aus Fasertauwerk hergestelltes Flechtwerk, das auf Segelschiffen zum Schutze der Segel und des laufenden Gutes gegen  schamfilen  verwendet wird
  • meistens aus Reisstroh hergestelltes Flechtwerk, das als Garnier zum Schutze der Ladung gegen Schweißwasser und Beschmutzung verwendet wird
Mauritius-Orkan tropischer Wirbelsturm im südlichen Indischen Ozean
Maus eine künstliche Verdickung von Tauen mit Kabelgarn oder Schiemannsgarn, um das Schamfilen zu vermeiden.
Mayday im internationalen Sprechfunkverkehr Kennwort für den Seenotfall (Mayday bedeutet: Helfen Sie mir).
MBC Abkürzung für Massengut-, Bulk-, Containerschiff
Meer zusammenhängende große Wasserfläche; die See, Ozean, Weltmeer, Hohe See, der große Teich (scherzhaft)
Meerbusen großer Einschnitt des Meeres ins Festland, Bucht, Golf
Meereis Eis, das sich bei etwa -2° unter Ausscheidung von Salz aus Meerwasser bildet
Meerenge schmale Stelle eines Meeres zwischen Festländern oder Inseln (Sund)
Meereskunde behandelt Größe, Gestalt und Tiefe der Meere, Eigenschaften des Meereswassers, die Wellen, die Gezeiten, Meeresströmungen sowie Flora und Fauna
Meeresleuchten nächtliches Aufleuchten der bewegten Meeroberfläche, das durch Leuchtbakterien (Organismen)  bewirkt wird, besonders in den tropischen Gewässern
Meeresspiegel Oberfläche des Meeres, Bezugsfläche für das Normalnull über den Meeresspiegel
Meerweibchen Meerjungfrau, Seejungfrau, eine schöne langhaarige mit Zauberkräften ausgestattete Frau mit Fischschwanz (Sagengestalt)
meerwärts auf dem Meer zu, zum Meer hin
Megaphon trichterförmiges Sprachrohr zur Verständigung von Boot zu Boot, als Transistor-Megaphon mit Batteriebetrieb nicht nur zum Sprechen, sondern auch zur Abgabe von Schallsignalen
Meile In der Seefahrt ist stets die Seemeile gemeint, sie ist 1852 m lang und entspricht einer Bogenminute am Äquator.
Mennige Rostschutzfarbe mit Bleioxid als Pigment
Mercator, Gerhard eigentlich Gerhard Kremer (1512-1594), Kartograph, Erfinder der Seekarte (Mercatorkarte)
Messbrief eines Schiffes ist das Papier, das die Vermessung bzw. das Ergebnis der Vermessung angibt. Ein Handelsschiff wird vermessen, um den Raumgehalt seines Körpers als Grundlage für die Hafengelder festzustellen (siehe  Bruttoraumgehalt). Bei Yachten gibt der Messbrief Auskunft über die Zugehörigkeit der Yacht zu einer Rennklasse.
Messformel Bei der Vermessung von Yachten eine Formel, die aus den verschiedenen Faktoren, wie Länge, Segelfläche usw. einen bestimmten Rennwert errechnet.
Messmarke, Messband mit Farbe aufgetragenes Zeichen an Mast und Spieren von Rennyachten, die vom amtlichen Vermesser des Deutschen Segler-Verbandes angebracht werden und angeben, bis wie weit die (sich reckenden) Segel reichen dürfen.
Messe
  • auf  Schiffen 1. Speise- und Aufenthaltsraum der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften (Offiziersmesse, Mannschaftsmesse)
  • auf  Schiffen 2. die dazugehörige Schiffskantine
MESZ mitteleuropäische Sommerzeit
Metazentrum Schnittpunkt von Schiffsachse und Antriebsrichtung, Schwankpunkt
Meteorologie Wetterkunde, Wissenschaft von Klima und Wasser
Mettwurst Tauende
Meuterei Aufstand von Matrosen gegen Vorgesetzte
meutern sich gegen Vorgesetzte auflehnen, den Gehorsam verweigern
MEZ mitteleuropäische Zeit
Minenschiff, Minenleger schwach bewaffnetes, schnelles Kriegsschiff zum Legen von Seeminen
Minensuchboot, Minensucher, Minenräumboot kleines, wendiges, schwach bewaffnetes Kriegsschiff zum Suchen und Entfernen von Seeminen
Mischfeuer die Kennung eines Leuchtfeuers, welches aus Blitzen, Blinken und Unterbrechungen bestehen kann
Missweisung Der Winkel zwischen dem magnetischen und dem geographischen Nordpol. In den Seekarten ist die örtliche Missweisung angegeben
Mist ein leichter Nebel, der eine leichte Unsicherheit hervorbringt. Die Sicht ist schlechter als "mäßig".
Mistral kalter Fallwind im Rhône-Delta, der sich bis weit ins Mittelmeer hinein bemerkbar macht.
Mitsegler ein Segler, der in gleicher Richtung segelt, auf gleichem Kurse läuft
Mitstrom
  • Ein Meeresstrom (auch Gezeitenstrom), der in Richtung des Schiffskurses setzt
  • Wasserbewegung am Heck des Schiffes, die in Fahrtrichtung verläuft. Der Mitstrom wird durch die Relativbewegung zu den an den Seiten des Schiffes entlang strömenden Wassermassen besonders deutlich, auch als Nachstrom bezeichnet
Mitteldeck auf Passagierschiffen das mittlere von drei Hauptdecks
Mittelwache die Wache, welche von Mitternacht bis 4 Uhr andauert
Mittelwasser Wasserstand zwischen Hoch- und  Niedrigwasser; durchschnittlicher Wasserstand
mittschiffs in der Mitte des Schiffes, zur Mitte des Schiffs hin; Mitte der Längs- oder Querschiffsrichtung
Moker schwerer Hammer; siehe auch Maker
Mole vom Ufer aus ins Wasser gebauter Damm zum Schutz von Hafeneinfahrten
Moliceiro portugiesisches Segelschiff mit einem Mast
Mondsegel wenig geführtes Segel auf Rahschiffen über dem Royal, auch Skysegel, Drachen
Monkey's Fist (engl.) Affenfaust; Knoten der als Beschwerung des Endes einer Wurfleine verwendet wird.
Monkeyreling obere Abschluss des Schiffsgeländers, der Reling
Monki, Munki-Jacke Der kurze blaue Überzieher des Mariners, früher auch Äffchen genannt.
Monky-Knoten Affenfaust als Wurfleinenknoten
Monrovia-Besteck Brecheisen und Vorschlaghammer
Monsun jahreszeitlich wechselnde Winde, vielfach mit Regen- und Trockenzeiten verbunden, in Süd- und Ostasien
Morgenwache die Wache, die in der Zeit von 04.00 bis 08.00 Uhr liegt.
Mooringwinde automatische Verhol- und Festmacherwinde
Morsealphabet, Morsecode Nach dem nordamerikanischen Erfinder S. Morse, 1791-1872. Der Kode besteht aus Punkt-Strich-Kombinationen zur Darstellung des Alphabets, die durch kurze und lange Stromimpulse, Lichtsignale oder Tonsignale,  übermittelt werden; Telegrafenalphabet.
Morsesignallampe Mit der Lampe werden optische Lichtzeichen (Lichtblitze in kurzer oder langer Form) von einem Schiff zu einem anderen Schiff oder Land zu Schiff und umgekehrt von einem Signäler Nachrichten übermittelt (Lichtmorsen).
Moses
  • jüngstes Besatzungsmitglied an Bord, Schiffsjunge
  • Beiboot einer Jacht
Moth Einhandboot, internationale Konstruktionsklasse, max. Masthöhe: 6,25m, Segelfläche max. 8 m², Länge 3,35m, max. Breite 2,25m, ein Mann Besatzung
Motorboot durch einen (Verbrennungs-)Motor  angetriebenes Boot
Motorenhelfer Heizer, die erste Stufe in der Maschinenlaufbahn; nach einjähriger Fahrzeit kann die Beförderung zum Schmierer und nach zwei weiteren Jahren zum Motorenwärter erfolgen
Motorschiff See-, Küsten- und Binnenschiffe mit Antrieb der Schrauben durch Verbrennungsmotore, heute meist Dieselmotore
Motorsegler Mittelding zwischen Segelboot und Motorboot
Möwe (meist überwiegend weiß oder weiß-grau-schwarz gefärbter) Vogel der Küsten und Binnengewässer
MS Abkürzung für Motorschiff
Mudd, Mud der Schlick und Schlamm, der sich in Häfen, Flussbetten usw. auf dem Grund absetzt
Mug, Mugge, Muck Trinkbrecher, oft aus Blech
mulschen schlafen
Mumme Seezeichen in Form einer in den Grund gesteckten Stange
Munkie wollener blauer Überzieher der Seeleute
MUS Marineunteroffiziersschule
Muschelbank große Ansammlung festsitzender lebender Muscheln
Muschkeule Holzhammer, der bei Takelarbeiten zum Glätten und zum Treiben des Marlspiekers benutzt wird.
Musikdampfer Fahrgastschiff, Passagierschiff (weil sie als einzige Schiffe Musik-Kapellen an Bord hatten)
Musing Sicherung eines offenen Hakens gegen Herausrutschen eines angehängten Auges, Stropps usw., sowie eines Schäkels gegen selbsttätiges Herausdrehen des Bolzens aus einem Draht
mustern  ansehen, auf seine Tauglichkeit untersuchen, z.B. ob jemand für die Seefahrt tauglich ist
Musterrolle Urkunde, Dokument  über angeheuertes Schiffspersonal
Musterung
  • Seeschifffahrtsrecht: die in Gegenwart des Kapitäns oder eines Bevollmächtigten des Kapitäns oder Reeders vor dem Seemannsamt stattfindende Verhandlung über die in der Musterrolle (Namensliste der Besatzung und an Bord tätigen Personen) einzutragenden Angaben
  • ärztliche Untersuchung auf Tauglichkeit für den Dienst beim Militär (Bundesmarine, Herr oder Luftwaffe)
Mutt Tauauge, meistens um eine Kausch, am Fall, Hals oder Schothorn eines Segels
Mutterschiff Schiff, das anderen kleineren Schiffen zur Versorgung, Reparatur usw. dient
Mützensegler Sportsegler
Mütze voll Wind etwas Wind
MvD Matrose vom Dienst (Bundesmarine)