kabbeln Durcheinanderlaufen der Wellen, siehe auch Kabbelung
Kabbelung Kräuselbewegung des Meeres durch Zusammenstoßen entgegengesetzter Strömungen, kabbelige See, Kabbelsee
Kabel
  • dickes Hanf- oder Drahttau
  • Längenmaß: 1 Kabel = 1/10 sm = 185,2 m
Kabelar endloses Tau, das zum Ankerhieven an die Ankertrosse gebändselt wird und die Kraft des Spills auf diese überträgt.
Kabelgarn aus Hanf gesponnener Faden, von denen mehrere zusammengedreht werden (Kardeel). Davon drei, vier oder neun zusammengedreht ergeben eine Trosse.
Kabelgatt Aufbewahrungsraum für Tauwerk und Farben  auf Schiffen
Kabelgattsmann Matrose der das Decksstore verwaltet
Kabellänge nautisches Längenmaß, 1 Kabellänge = 1/10 Seemeile = 185,2 m (1/8 engl. Seemeile = 231,87m)
Kabelleger Schiff zum Verlegen und Reparieren von Unterwasserkabeln (Seekabeln)
Kabine Schlaf-Wohnraum für Passagiere und Besatzungsmitglieder
Kabotage Küstenschifffahrt zwischen Häfen des gleichen Landes
Kabuse, Kabüse Schiffsküche, auch Vorratskammer auf dem Schiff
Kadett, Seekadett Offiziersanwärter
Kahn flachgehendes Binnenwasserfahrzeug, kleines Ruderboot, scherzhaft: schlechtes Schiff
Kai, Kaje befestigtes Ufer (Anlegestelle, Hafenmauer) zum Beladen und Löschen von Schiffen
Kajak Sportpaddelboot, geschlossenes Paddelboot der Eskimos
Kajüte geschlossener Wohn- und Schlafraum auf Booten und Schiffen.
Kaleu Kapitänleutnant bei der Marine
kalfatern das Deck (Zwischenfugen der Planken) eines Schiffes mit Werg und Teer (Pech) abdichten.
Kalmengürtel Zone flauer und unregelmäßiger Winde und Windstillen (Kalmen) beiderseits des Äquators.
Kamm obere Teil einer Düne, Welle
Kampanje ehemals Bezeichnung für den hinteren Aufbau des Schiffes; heute Hütte oder Poop
Kanal künstlicher Wasserlauf, schmaler Meeresstreifen zwischen zwei Kontinenten oder Ländern
Kanthaken mit einem Handgriff versehener eiserner Haken, der von den Hafenarbeitern beim Laden und Löschen insbesondere von Holz, zum Anfassen des Packstückes verwendet wird.
Kantje Bezeichnung für Seepackung von Salzfisch (Fass), die an Land umgepackt werden muss. 4 Kantjes ergeben etwa 3 Landpackungen
Kanonenboot kleines Kriegsschiff
Kanu leichtes Paddelboot; als Sportfahrzeuge gehören die Kajaks und die Kanadier zu den Kanus.
Kanute Kanufahrer
Kap vorspringender Teil einer Felsenküste,
Kap der Guten Hoffnung Felsenküste  an der Südspitze Afrikas
Kap Hoorn Felsenküste an der Südspitze Südamerikas
Kap Horniers Kapitäne, die als Segelschiffsfahrer das berüchtigte Kap Hoorn zweimal umrundet haben
Kaper, Kaperschiff bewaffnetes Privatschiff, das aufgrund eines Kaperbriefs am Handelskrieg teilnehmen konnte
Kaperbrief früher: staatliche Ermächtigung zur Teilnahme am Handelskrieg
Kaperei früher: Erbeuten von Handelsschiffen im Handelskrieg
kapern ein Schiff erbeuten, auch Seeräuberei
Kapitän, Käpten Kommandant eines Schiffes, Schiffsführer, sofern er ein Patent besitzt.
Kapitän zur See Offizier im Rang eines Obersts (Bundesmarine)
Kapitänleutnant zur See Offizier  im Rang eines Hauptmanns (Bundesmarine)
Kaplaken früher: Sondervergütung für den Kapitän (Zeuggeld, Stoffgeld), auch die Beförderung von Gütern
Kappe Aufbau über Niedergängen an Deck zum Schutz gegen überkommende Brecher
kappen ein Tau mit dem Kappbeil durchschlagen; allg. abschneiden, verkürzen.
kapzeisen kentern, insbesondere von Booten
Karavelle dreimastiges Segelschiff mit hohen Heckaufbau (14.-16. Jahrhundert)
Kardeel Einzelseil einer Trosse
Kargo Schiffsladung, Schiffsfracht. Die Kargoversicherung umfasst lediglich die Ladung, nicht das Schiff.
Karracke 1- bis 3-mastiges kraweelbeplanktes Segelschiff im Mittelmeer (15./16. Jh.), Handelsschiff
Karte, Seekarte Karte für die Navigation auf dem Meer
Kartenhaus, Kartenraum Raum auf der Brücke, wo die Seekarten aufbewahrt werden
Karweel Bauweise des hölzernen Schiffsrumpfes, bei der die Planken, Kante an Kante zusammengefügt werden und eine glatte Oberfläche bilden; auch Kraweel oder Krawehl
Kasemattschiff Begriff aus der Seekriegsgeschichte für Schlachtschiff mit gepanzerter Kasematte ( geschlossener gepanzerter Raum zum Aufstellen von Geschützen).
Kasko
  • Schiffsrumpf   (im Unterschied zur Ladung, Kargo)
  • Versicherung, dies selbstverschuldete Schäden am eigenen Schiff übernimmt
Kastell (Vorder- und Achterkastell); früher Schiffsaufbauten
Kasten Schiff
Kat
  • Segelboot mit einem Mast, das eine Gaffel- oder Hochsegelführung ermöglicht (Kat-Takelung)
  • Abkürzung für Katamaran; auch Catamaran (Cat)
Katamaran
  • offenes Segelboot mit Doppelrumpf
  • Boot mit doppeltem Rumpf
Kattanker zusätzlicher Anker, der mit einer kurzen Kette vor dem eigentlichen Anker angebracht wird (verkatten), um dessen Halt am Meeresboden zu erhöhen
Katzenhaare dünne Wolken
Katzenpfoten Wellen mit kleinen Schaumköpfen, die lange Schaumstreifen hinter sich her ziehen
Kausch, Kausche Ring mit Hohlrand, zur Verstärkung von Tau- und Seilschlingen oder eines Auges im Segel
Keep
  • Rillen zwischen den Kardeelen des Tauwerks
  • Rille in einer Kausch zum Einlegen des Tauwerks
  • Rille in einer Blockscheibe (Block) oder am Blockgehäuse
Kennung Kennzeichen eines Leuchtfeuers
Kennzeichen am Bug der Fischereifahrzeuge geben Auskunft über ihren Heimathafen. AE = Emden; AL = Leer; BV = Bremern-Vegesack; BX = Bremerhaven; FLE = Flensburg; HF = Finkenwerder; HH = Hamburg, NC = Cuxhaven,  SG = Glückstadt; SO = Kiel, usw.
kentern
  • seitliches Umschlagen von Schiffen oder Booten, umkippen, umschlagen, untergehen
  • das Wechseln von Strömungsrichtungen, z.B. beim Gezeitenstrom
Kessel-Kommandant Koch; auch Kätel-Kommandant
Ketsch ein zweimastiges Segelboot, bei dem der Besanmast (hinterer Mast) vor oder überhalb des Ruders bzw. innerhalb der Wasserlinie steht (vgl. Yawl)
ketten die Boote sind ans Ufer gekettet, mit einer Kette angebunden
Kettenkasten Stauraum der Ankerkette unterhalb des Ankerspills, für Backbord- und Steuerbordkette unterteilt.
Kettenkneifer Haltevorrichtung für die Ankerkette zwischen Ankerspill und Klüsenrohr. Er dient zur Festlegung des Ankers und Entlastung des Ankerspills; Kettenstopper.
Kettenspleiß Augspleiß, für ein Auge mit geringem Durchmesser und geringer Bruchfestigkeit aus einer verminderten Anzahl von Kardeelen zum Einspleißen von Tauwerk in ein Kettenglied
Kettenstopper Ein Kettenende mit eingespleißtem Ende aus Webleinengut zum Abstoppen von Stahldrahtleinen
Kettenstopper Kettenkneifer
kieken gucken, sehen
Kieker Fernglas
Kiel Grundbalken; unterer, mittschiffs verlaufender Längsverband (Längsverstrebung) eines Schiffes
Kielboot Boot mit tiefliegendem Ballastkiel
Kiel-Canal Bezeichnung für Nord-Ostsee-Kanal, früher Kaiser-Wilhelm-Kanal
Kieler Bucht Seegebiet zwischen der Ostküste Schleswig-Holsteins und den dänischen Inseln Alsen
Kielflosse flache Stahlplatte unter dem Kiel von Segelbooten zur Vergrößerung der Lateralflächen. Am unteren Rand der Kielflosse kann eine Verdickung als Ballast zur Verbesserung der Stabilität sein.
kielholen eine Segelyacht auf die Seite legen, um den Schiffsboden zu untersuchen; früher: zur Strafe, einen Seemann an einem Tau unter dem Schiff durchziehen
Kiellegung Baubeginn eines Schiffes auf der Schiffswerft
Kiellinie fahren genaues Hintereinanderfahren mehrerer Schiffe
kieloben Kiel nach oben; das Boot ist so gekentert, dass es kieloben auf dem Wasser trieb
Kielraum Bilge
Kielschwein auf dem Hauptkiel von Schiffen liegender Verstärkungsbalken oder -träger
Kielschwert Holz- oder Metallplatte unter dem Kiel, die in den Schiffsboden eingezogen werden kann
Kielschwertboot Boot oder Jacht mit tiefliegendem Ballastkiel, aus welchem jedoch noch ein Schwert ausgefahren werden kann
Kielwasser von Wirbeln verursachte Spur hinter einem fahrenden Schiff
Kielwasser segeln z.B. ein Segelboot unmittelbar folgen
killen Flattern eines Segels an seiner Vorderkante (durch lose Segel); im Wind flattern
Kimm, Kimmung
  • Horizontlinie zwischen Meer und Himmel
  • Übergang des Schiffsbodens in die Bordwand
Kink, Kinken Knoten im Tau, Knick in der Stahltrosse
Klabautermann Kobold, der im Schiff klopft und rumort und entweder durch sein Erscheinen dem Schiff den Untergang anzeigt oder der im Schiff auf Ordnung sieht und durch sein Verschwinden Unheil anzeigt.
Klampe Stütze für das Beiboot auf dem Schiffsdeck oder doppelarmiger Haken auf der Reling zum Befestigen von Tauen. Allgemein: Vorrichtung zum Belegen von Tauwerk (daher auch: Belegklampe)
Klappbuchse schwenkbarer montierte Morselampe zur Signalgebung
klappen, verklappen Abfallstoffe ins Meer versenken
Klappläufer ein loser laufender Block, dessen Läufer an einem Ende (Tau) befestigt ist. Mit dem anderen Ende wird die am beweglichen Block befestigte Last geholt.
klar seem. Ausdruck für "in Ordnung, fertig"; ein Schiff ist klar zum Auslaufen, klare Sicht (ohne  Nebel oder Wolken)
Klarschiff Gefechtsbereitschaft eines Kriegsschiffes
klar Schiff machen zum Auslaufen,  aber auch z.B. eine Kabine, Schiffsraum  aufklaren, aufräumen
klarieren die Abfertigung des Schiffes durch den Zoll (vor dem Ein- bzw. Auslaufen, seine Ladung verzollen); eine vertüdelte Leine klarieren
Klarschiff Gefechtsbereitschaft
Klasse Güteklasse einer Klassifikationsgesellschaft (für Schiffe in Deutschland der Germanische Lloyd) oder Jachten Zugehörigkeit  zu einer Einheitsklasse
Klassifikationsgesellschaften A B = American Bureau of Shipping, New York
B V = Bureau  Veritas, Paris
G L = Germanischer Lloyd, Berlin
H R = Hellenic Register of Shipping, Athen
L R = Lloyds Register of Shipping, London
N K = Nippon Kaiji Kyokai, Tokio
N V = Norske Veritas, Oslo
P R = Polski Rejestr, Warschau
R I = Registro Italiano, Rom
Klassenzeichen Symbol, Ziffer oder Buchstabe, werden im oberen Teil des Großsegels als Unterscheidungszeichen geführt werden und kennzeichnen die Bootsklasse
Klau, Klaue gabelförmiges Ende der Gaffel
Klappbuchse schwenkbar montierte Morselampe (Signalscheinwerfer) zur Signalgebung
Kleid Persenninghülle zum Schutz von Kompass, Steuerrad usw.
Kliff Steilufer
Klinkerbeplankung Art der Beplankung, bei der die Holzplanken dachziegelartig übereinander greifen.
Klinkerboot Boot mit dachziegelartig übereinandergreifenden Planken
Klippe aus dem Meer ragender Felsen
Klipper seetüchtiges schnelles Segelschiff, englische Konstruktionen speziell zum Transport von Tee und Weizen
Klöppel Glockenklöppel z.B. einer Schiffsglocke
Klüse Loch in der Schiffswand (Deck, Schanzkleid, Reling)  zum Durchziehen von Ketten, Taue oder Trossen
Klüsen dicht schlafen
Klüver dreieckiges Segel am Bugspriet
Klüverbaum über den Vorsteven hinausragendes Rundholz zum Befestigen von Vorsegeln; Bugspriet
Knechte auf dem Oberdeck von Segelschiffen senkrecht stehende Holzbalken mit Scheiben zur Führung des laufenden Gutes.
Kniephof, Claus berüchtigter Seeräuber aus Flandern. Dietmar Koel stöberte den Freibeuter 1525 in Ostfriesland auf und vernichtete seine Schiffe bei Greetsiel.
Knorre Lastschiff der Wikinger
kn, Knoten Einheit für die Geschwindigkeit in der Seefahrt (1 kn = 1 sm/h = 1,825 km/h = 0,514 444 m/sek)
Knoten 
  • festgezogene Schlinge im Seil, Tau
  • Marke an der Logleine
Knotenbrett, Knotentafel Schau- und Lehrtafel  über Seemannsknoten, heute ein beliebtes maritimes Sammelobjekt
Knotenforz das ist ein mickriger, kleiner Seemann (auch: Flottenforz)
knüppeln hartes Segeln unter äußerster Beanspruchung von Masten und Segel
Kobold siehe Klabautermann
Kochsmaat Besatzungsmitglied, das im Wirtschaftsbereich zur Unterstützung des Kochs eingesetzt ist
Kockpit auch Plicht, vertiefter Sitzraum in Jachten; auch Cockpit
Koffeinagel Belegnagel
Kofferdamm schmale, leere Zelle zwischen 2 voneinander sicher zu trennenden Räumen auf Schiffen (z.B. zwischen Trinkwasser- und Treibstofftanks)
Kogge zwei bis dreimastiges bauchiges Segelschiff mit mehrstöckigen Aufbauten auf Bug und Heck (11,13-14 Jh.); das Handels- und Kriegsschiff der Hanse; sie war das erste Fahrzeug, das das Steuerruder am Heck trug.
Kohlentrimmer musste auf den alten Dampfschiffen die Kohlen aus dem Kohlenbunker in den Kesselraum bringen; nicht mit dem Heizer zu verwechseln
Koje schmales, in der Kajüte eingebautes Bett; Schlafstelle auf einer Jacht oder einem Schiff
Koker  Öffnung am Schiffsheck für das Ruder (Hennegatt)
Kola russische Halbinsel in der Barentsee mit gleichnamigem Hafen
Kolani, Colani, Kulani warmes, hüftlanges Marinejakett; siehe Kulani
Kolderstock Steuervorrichtung, senkrecht auf die Ruderpinne aufgesetzt.
Kollision, Schiffskollision Zusammenstoß eines Schiffes mit einem anderen Schiff oder einem sonstigen festen Gegenstand
Kollo Bezeichnung für Transporteinheit, für die einzelnen Stücke der Ladung
Kombischiff Abkürzung für kombiniertes Fracht-Fahrgastschiff
Kombüse, Kabüse Schiffsküche
Kombüsenhengst Koch
Kombüsenkreuzer ewig hungriger Seemann, der sich gern und oft in der Nähe der Kombüse aufhält (herumkreuzt), um einen Extraschlag zu erhaschen
Kommandant Kapitän
Kommandantenwimpel dreieckige Flagge, die bei im Verband fahrenden Einheiten der Seestreitkräfte verwendet wird. Er zeigt an, wo sich der Kommandierende des Verbandes befindet..
Kommandierung Versetzung zur einer anderen Schiffseinheit  (Bundesmarine)
Kommandobrücke Befehlsstand des Schiffes; Schiffsbrücke für den Kapitän, Wachoffizier, Lotsen
Kommodore Kapitän in Admiralsrang, Titel für den Geschwaderführer (Marinefliegergeschwader), ältester Kapitän einer Handelsreederei
Kompass Gerät zum Bestimmen der Himmelsrichtung mittels Magnetnadel
Kompassrose Gradskala (Windrose) auf dem Kompass
Kompass-Stricheinteilung Die ältere Einteilung der Kompassrose in 32 Strich; 1 Strich entspricht 11,25 Grad.
Kondensator Kessel zur Rückgewinnung von Dampf in Wasser, das erneut für die Maschine verwendet werden kann
Kondemnation  Erklärung eines Experten, durch die festgestellt wird, dass ein durch Kollision, Brand, Strandung o.ä. beschädigtes Schiff nicht mehr repariert werden kann, sich eine Reparatur nicht mehr lohnt (Seerecht)
Konnossement Ladeschein, Urkunde über die übernommene Ladung
Konteradmiral Offiziersdienstgrad bei der Marine, im Rang eines Generalmajors
Konstruktions-Wasserlinie abgekürzt KWL (auch CWL). Diejenige Schwimmlinie, die dem Konstruktions-Gewicht bzw. der entsprechenden Verdrängung entspricht. Liegt das Schiff auf der CWL, so liegt es auf seiner richtigen Wasserlinie, eben auf der Wasserlinie.
Konterbande veraltet für Schmuggelware
Kontinent Festland, aus der Sicht der Inselbewohner
Konvoi Gruppe von Schiffen, die durch Spezialschiffe geleitet werden, z.B. Eisbrecher
Koog dem Meer abgewonnenes, eingedeichtes Marschland (auch Polder)
Kopfbrett dreieckige Verstärkung in der oberen Ecke (Kopf) eines Hochsegels, an der das Fall befestigt ist, dessen Zugkraft durch das Kopfbrett gleichmäßiger auf das Segel übertragen wird.
kopflastig ist ein Schiff, wenn es vorn tiefer eintaucht als achtern, durch schlechte Trimmung (Vorschiff taucht zu tief ein)
Kopfschlag Knoten, bei dem das lose Ende einer Leine beim Belegen auf einem Poller oder Belegklampe unter dem letzten Törn liegt, wodurch dieses bekniffen wird und sich nicht lösen kann
koppeln den gefahrenen Kurs auf die Seekarte eintragen
Koppelnavigation Ermittlung des Schiffskurses und der Position aus bisher gefahrenem Kurs sowie dem letzten genau bestimmten Standort unter Berücksichtigung von Geschwindigkeit, Zeit sowie Wind- und Strömungseinfluss ohne Zuhilfenahme weiterer nautischer Mittel.
Koppelort wird auf der Kommandobrücke der Schiffsort in der Seekarte bezeichnet.
Korallenbank durch Versteinerung der Skelette von Korallen entstandenes, unterseeisches Gebilde
Korallenriff aus Korallenskeletten aufgebauter Riff (Wall)  in warmen Meeren
Korb Maßeinheit für gefangenen Fisch, 1 Korb entspricht etwa 1 Zentner Frischfisch
Kormoran Sportsegelboot, 10-m²-Jolle mit Schwert, Fock- und Großsegel. 6,935m lang und 1,70m breit.
Korsar
  • Seeräuberschiff
  • Seeräuber, Freibeuter
  • Zweimann-Jolle mit Trapez und Spinnaker, Länge 5,0m, Breite 1,73m, Segelfläche 11,5 m²
Korvette kleines schnelles Kriegsschiff
Korvettenkapitän Seeoffizier im Majorsrang (Bundesmarine)
Krabbe Zehnfußkrebs mit breitem Kopfbruststück wird auch Garnele oder Granat genannt
Krabbenkutter spezielles Fischerboot für den Krabbenfang
Kraftsack Segeltuchbeutel für das Handwerkzeug der Matrosen auf Segelschiffen, auch als Crewsack bezeichnet
Krähennest Ausguckposten auf dem Vordermast, der gegen Wind und Wetter geschützt ist; auch Mastkorb
Kran, Krane Ladegeschirr (Hebevorrichtung)  zum Heben und Versetzen von Lasten an Bord
krappe See kurze, für das Schiff unangenehme Wellen
krängen, krengen ein Schiff, Boot sich seitwärts neigen; hauptsächlich eines Seglers am Winde
Krängung seitliche Neigung des Schiffes
Kraweelbeplankung Art der Beplankung, bei der die Holzplanken mit ihren Kanten stumpf aufeinandergesetzt werden.
Kreiselkompass ein drehbarer aufgehängter Kreisel, der im Gegensatz zum Magnetkompass auch in geschlossenen Metall-Hohlräumen die Nord-Süd-Richtung anzeigt. Er ist ein unmagnetischer Kompass, der den Vorteil hat, stets genau rechtweisend Nord zu zeigen.
Kreuzballon großes Vorsegel für Jachten, das beim Kreuzen gefahren wird, überlappt das Großsegel erheblich, auch Genua-Fock genannt
kreuzen im Zickzack gegen den Wind segeln, auf dem Meer hin und her fahren und verschiedene Ziele ansteuern
Kreuzer schnelles, leicht gepanzertes Kriegsschiff zur Aufklärung und Sicherung von Flottenverbänden
Kreuzfahrt Vergnügungsfahrt auf einem großen Schiff, das zahlreiche Häfen ansteuert
Kreuzfahrtschiffe das sind besonders komfortabel ausgestattete Schiffe. An Bord befinden sich Restaurants, Bars, Kino, Geschäfte, Schwimmbad, Sauna und vieles mehr
Kreuzknoten Verwendung: Verbindet zwei gleichstarke Schoten, Seile, Taue.
Kreuzmast hinterster Mast von einem dreimastigen Segelschiff, Aufteilung: Kreuz-Untermast, Kreuz-Marsstenge, Kreuz-Bramstenge, Segel: Kreuzuntermarssegel (Begien), Kreuzobermarssegel, Kreuzoberbramsegel, Kreuzroyal
Kreuzpeilung eine einfache Methode der Standortbestimmung im Küstenbereich (Schnittpunktbestimmung der Peilungen zweier Orte)
Kreuzsee durch Zusammentreffen verschieden gerichteter Meereswellen entstehender, für die Schifffahrt gefährlicher Seegang.
Kriegsschiff Schiff  für Kampf und Verteidigung auf See
Kriek
  • kleiner Wasserlauf
  • kleiner Hafen
Krieselwind Wasserhose (Wirbelwind) auf der Ostsee
krimpen der Wind sich von Westen nach Osten bzw. umgekehrt drehen
Krimpfung Verkürzung der Fasern des Tauwerks bei Wasseraufnahme
KTS Kühl- und Transportschiff
Kuff flachgehendes ostfriesisches Küstensegelschiff; es ist ein Anderthalbmaster. Sie war sehr ähnlich der verbreiteten Tjalk, von der sie sich dadurch unterschied, dass der Rumpf hinten in eine Piek auslief, während die Tjalk hier flach ist und nur vorgebaute Steven besitzt. Auch Schnigge genannt.
Kufftjalk ein Mittelding zwischen Kuff und Tjalk. Sie hat den Rumpf der Tjalk und die Takelung der Kuff.
Kugelbarke das Wahrzeichen Cuxhavens, eines der bekanntesten Seezeichen an der deutschen Küste, zeigt bei Cuxhaven die Einfahrt zur Elbmündung an. Als Toppzeichen trägt sie eine Kugel.
Kuhmatrosen alte Bezeichnung für schlechte Seeleute
Kuhschwanz nennt der Seemann ein Tauende, das zerfranst ist (auf ordentliche Schiffe gibt es keine Kuhschwänze)
Kuhsturm starker Wind
Kuhwende beim Kreuzen durchgeführte Drehung des Schiffes mit dem Heck durch den Wind. Wurde früher von schwer manövrierenden Seglern angewendet.
Kulani zweireihige blaue Jacke der Marineangehörigen, genannt nach einer Kieler Herstellerfirma
Kuli ehemals abwertende Bezeichnung für Kriegsmarineangehörige
Kühllast räumlich kleiner Kühlraum, der für die Aufnahme von Teilen des Schiffsproviants, der gekühlt werden muss dient
Kühlschiffe spezielle, meist weiße, Frachtschiffe für den Transport von Fisch, Gefrierfleisch, Südfrüchten und Eier
Küste die Grenzzone zwischen Land und Meer. Vom meereskundlichen Standpunkt aus wird die Küste in drei charakteristische Zonen geteilt: Strand, Gezeitenzone und Schorre.
Küstenmeer staatsrechtlicher Begriff für den vor der Küste liegenden Meeresstreifen, der zu den Hoheitsgewässern eines Staates gehört. Um die Breite dieses von einer Basislinie an der Küste aus seewärts gemessenen Streifens hat man bis in die jüngste Zeit heftig gestritten; sie ist auf der 3. Seerechtskonferenz von 3 sm auf 12 sm erweitert worden.
Küstenmotorschiff, Kümo Kleinfrachter für den Einsatz auf den Küstengewässer
Kurre kleines Grundnetz der Kutterfischerei; auch Heringschleppnetz
Kurrleine Trosse aus Stahldraht oder Fasermaterial zum Aussetzen, Schleppen und Einholen eines Fischfanggeräts
Kurs die Fahrtrichtung eines Schiffes, es ist stets der rechtweisende (geographische) Kurs gemeint und nicht der missweisende (magnetische) Kurs.
Kurzspleiß Spleiß zum Verbinden zweier Tauwerksenden, bei dem eine Verdickung an der Spleißstelle entsteht.
Kurzspleiß scherzhaft: für einen  kurz geratenen dicken Menschen
Kusenbrecher spezieller Schraubenschlüssel für den Schiffsbetrieb, bes. zum Lösen und Festdrehen von Schäkelbolzenköpfen unterschiedlicher Form und Größe.
Küstenfischerei wird mit Kuttern, Ruderbooten oder kleineren Segelbooten betrieben. Fanggebiete sind die Flussmündungen und die Küstengewässer. Sie bringt Seezungen, Krabben, Dorsch, Schollen, Hummer, Krebse und Muscheln ein und ergänzt damit die Seefischerei.
Küstenstrom Strömung parallel zur Küste außerhalb der Brandungszone.
Küstentanker kleiner Tanker, er macht nur kurze Reisen zur Verteilung des Öls und des Benzins, das er von den Raffinerien geholt hat; auch Kümo-Tanker
Küstenverkehrszone sie liegt zwischen einem Verkehrstrennungsgebiet und der Küste. Sie ist Yachten und anderen Kleinfahrzeugen vorbehalten, während der allgemeine Schiffsverkehr die Einbahnwege nutzt.
Küstenwache Seit dem 01.07.1994 gibt es auch in Deutschland eine "Küstenwache". Unter dieser gemeinsamen Bezeichnung koordinieren die Überwachungs- und Vollzugsdienste der zuständigen Bundesbehörden  (Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Bundesgrenzschutz, Zollverwaltung, Fischereiaufsicht) behördenübergreifend ihre Tätigkeit auf See.
Kutter Bez. für hochgetakelte Jachten mit mehr als einem Vorsegel
Kutter Fisch-Kutter, motorgetriebenes Fischereifahrzeug für die Küsten-, aber auch für die Hochseefischerei mit dem Schleppnetz
Kutter Rettungs-, Beiboot eines Kriegsschiffes
Kuttertakelung Takelung von Segelyachten, wobei die Segelfläche etwa zu gleichen Teilen auf 1 Großsegel und 2 Vorsegel verteilt ist. Zur Kuttertakelung gehört nur 1 Mast. Als Vorsegel werden Fock und Klüver gefahren. Das Großsegel kann ein Hochsegel oder ein Gaffelsegel sein. Die Takelung der Riemenkutter besteht oft aus 2 Masten mit Gaffelsegeln und 1 Vorsegel (Fock).
KWL Konstruktions-Wasserlinie, siehe dort