Gaffel Gabelförmige, um den Mast drehbare, schräg nach oben stehende Spiere (Segelstange), an der das Gaffelsegel befestigt ist.
Gaffelketsch Ketsch mit Gaffelsegel oder mehreren Gaffelsegeln, z.B. Großsegel, Besansegel
Gaffelschoner mehrmastiges Segelschiff. Ein Schoner, der nur mit Gaffelsegeln, allenfalls noch mit einer Breitfock, versehen ist. Die Masten fahren fast stets Stengen, an denen die Gaffeltoppsegel fahren. Es gibt Zweimast- und Dreimastgaffelschoner
Gaffelsegel trapezförmiges Längssegel, das oben an der Gaffel und unten an einem Rundholz befestigt ist
Gaffeltoppsegel leichtes Segel über der Gaffel und über dem Gaffelsegel
Gai Gaitau, ist das Tau zum Schwenken der Ladebäume; das Tau zum Hochziehen der Segel (aufgaien); auch Gei
Galeasse ursprünglich ein Kriegsschifftyp aus dem Mittelmeerraum; später in der Nord- und Ostsee ein anderthalbmastiger Küstenfrachtsegler mit vollen Vorschiff und rundem Heck (mit und ohne Seitenschwerter); auch Galjaß
Galeere Ruderkriegsschiff im Altertum, auch mit Segeln. (dessen bis zu 50 Ruder von Sklaven, später mit Sträflingen bedient worden)
Galeone hochbordiges Kriegs- und Handelsschiff mit mehreren Masten und Decks im Altertum (Spanien, Portugal).
Galeotta venezianisches Ruderfahrzeug mit Hilfssegeln. Zweimaster.
Galerie Begrenzung des Achterdecks nach hinten, oft gedeckter Umgang, mit den Toiletten für Offiziere
Galgen galgenförmiger schwenkbarer Davit für das Ein- und Aussetzen von Booten und Stockankern
Galion ein Vorbau am Bug der alten Schiffe zur Bugverstärkung; das Galion trug auch die Galionsfigur
Galionsfigur Bugverzierung, eine aus Holz geschnitzte Figur am Bug des Schiffes. Sie stellte häufig ein Frau oder Göttin, eine Heldengestalt oder ein Wesen aus der Tier- oder Fabelwelt dar, die eine Beziehung zum Namen es Schiffes hatte.
Galiot meist zweimastiges Küstensegler mit Gaffelsegeln, Rahtoppsegel und Vorsegeln
Gallone englisches Hohlmaß: 1 Gallone = 4,54 Liter
Gammel verdorbener Futterfisch
Gang Arbeitsgruppe von Scheuerleuten (Bordgang, Außenbordsgang)
Gang Durchgang, Flur auf den Schiffen
Gang ein Schlag beim Kreuzen
Gangspill Ankerwinde; Senkrecht stehende Winde mit Spillspaken (wie Speichen eines Rades) zum Drehen des Spills, um z.B. den Anker zu hieven (heraufzudrehen)
Gangway der Landgangsteg des Schiffes
Garn spinnen schwer glaubwürdige Erzählung des Seemannes, wie Jägerlatein, Übertreibung
Gast für eine bestimmte  Aufgabe vorgesehener Matrose (Signalgast, Funkgast)
Gastanker Schiff zum Transport verflüssigten Erdgases
Gasturbine Antrieb (Luft-Öl-Gemisch) für Schiffe (Marineschiffe, schnelle Fähren)
Gatchen eingestanzte oder eingenähte kleine Kauschen in Segeln für eine Bindereff; siehe Gatje
Gatje rundes Loch im Segeltuch oder in der Persenning zum Befestigen oder Durchstecken von Tauwerk
Gatt
  • kleiner Aufbewahrungsort an Bord (Kabelgatt)
  • ein Schiff liegt im Gatt, wenn es achtern tiefer taucht als vorn
  • kleine Öffnung  z.B. Speigatt
  • Segelöse, aus Segelgarn genäht oder aus Metall gestanzt (Gattchen)
Geen mehrscheibige Talje zum Hieven schwerer Lasten
Gefreiter (Gefr.) Dienstgrad auch bei der Bundesmarine, kommt nach Matrose
gegenbrassen gegensätzliches Brassen der vorderen und achteren Rahen
Gegenkommer ein Schiff, das sich auf Gegenkurs nähert
Gegenruder die der augenblicklichen Stellung entgegengesetzte Ruderlage. Gegenruder beendet die Drehbewegung eines Schiffes
gegißtes Besteck Ortsbestimmung des Schiffes auf Grund des Kurses und der zurückgelegten Strecke
Gei, Geitau Tau zum Heranholen der Segel an die Rah, an der sie dann mit den Gordingen festgebunden werden
geien ein Segel zusammenschnüren, nachdem es an die Rahe herangezogen und eingerollt ist
Geienwinde Ladegeschirr
Gelbes Meer Nebenmeer des Pazifischen Ozeans zw. Korea und China, von den Sinkstoffen des Hwang-ho gelbgefärbt
Geleitschiff Kriegsschiff, das ein anderes Schiff zur Sicherung gegen feindliche Angriffe begleitet
Geleitzug Gruppe von Schiffen zur gemeinsamen, von See- und Luftstreitkräften geschützten Fahrt durch gefährdetes Seegebiet
Genua Genuafock, großes, den Mast und das Großsegel stark überlappendes Vorsegel, auch flachgeschnittener Ballon
Genua-Stagsegel Stagsegel, das als zusätzliches Beisegel bei leichten Winden gemeinsam mit der "Genua" am Babystag gefahren wird.
Germanischer Lloyd Klassifikationsgesellschaft, überwacht und kontrolliert regelmäßig die Schiffe, Sitz: Hamburg
Gesangbuch, Gebetbuch Scheuersteine, mit denen früher Holzdecks gereinigt wurden
Geschirr alles Gerät, das zur Takelage oder zum Anker gehört, auch Ladegeschirr
Geschwader Verband gleichartiger Kriegsschiffe
Gewässer große natürliche Ansammlung von Wasser (fließendes, stehendes Gewässer)
Gewölk Ansammlung von Wolken
Gezeiten regelmäßiger Wechsel von Ebbe und Flut, der hauptsächlich durch den Mond  (auch von der Sonne) verursacht wird. Das viermal in rund 25 Stunden erfolgende Steigen und Fallen des Meeresspiegels. Hat an gebuchteten Küsten (Nordsee), Flussmündungen  usw.  Strömungen zur Folge
GFK Abk. für glasfaserverstärkte Kunststoffe; wird zum Bootsbau verwendet
Gibraltar Halbinsel an der Südspitze Spaniens
Giekbaum die untere Spiere eines Gaffelsegels; auch Besanbaum
Giekblöcke Blöcke zum Bewegen des Giekbaumes (Besanbaum)
Gien starker Flaschenzug zum Bewegen schwerer Lasten; schweres Takel
giepen Umschlagen eines Gaffelsegels von einer Schiffseite zur anderen vor dem Wind
gieren seitlich abweichen, durch starken Seegang hervorgerufenes Abweichen vom Kurs
Gig Sportruderboot, leichtes schnelles Ruderboot, Beiboot
Gilling Übergang vom unteren Teil des Rumpfes in das überfallende Heck
Gillung unterer Teil des Achterschiffes von der Wasserlinie bis zum Heck
Gillungsspanten die Spanten der Heckrundung
Giraffe Van-Carrier, Portalhubwagen, Hubfahrzeug für Container  in Container-Terminals, er versetzt oder verholt die Container auf bestimmte Abstellflächen; Giraffe genannt; wegen seiner Hochbeinigkeit
Gischt Sprühwasser, aufschäumende See, Schaum, der beim Brechen von Meereswellen entsteht
gissen die Position eines Schiffes schätzen
Glas ein Glas = halbe Stunde
glasen durch Anschlagen der Schiffsglocke anzeigen, wie viele halbe Stunden seit Beginn der Wache vergangen sind. 8 Glas entspricht 4 Stunden seit Wachbeginn und damit Wachende (1 Glas = eine halbe Stunde seit Wachbeginn (einfacher Schlag); 2 Glas = eine Stunde seit Wachbeginn (ein Doppelschlag) usw. bis 8 Glas (vier Doppelschläge))
Gleitboot flaches Motorboot, das sich bei höherer Geschwindigkeit durch Strömungsauftrieb aus dem Wasser erhebt und über der Wasserfläche gleitet
Gleitschiene Schiene, auf der ein Beschlag gleitet
GLI German Lifeboat Institution; Internationale Bezeichnung für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
GMDSS Global Maritime Distress Safety System. Internationaler Notrufstandard, der automatisch alle Daten des Schiffes über ein weltweites Satellitensystem übermittelt. Eine ausgelöste Seenotboje wird innerhalb von 3 Minuten geortet.
GMT Greenwich Mean Time. Die mittlere Ortszeit des Meridians von Greenwich oder 0 Grad-Länge
Golf großer Einschnitt des Meeres ins Festland, Meeresbusen, Bucht
Golfstrom warme Meeresströmung im nördlichem Atlantik
Gondel schmales venezianisches Boot, das im Stehen gerudert wird
gondeln mit der Gondel fahren
Gondoliere Ruderer der Gondel, Gondelführer
Goniometerpeiler, Goniometerpeilanlage Funkpeilanlage bei der durch feststehenden Kreuzrahmen das elektromagnetische Feld aufgenommen und auf 2 Spulen im peilerübertragen wird. Dies erzeugen ein Sekundärfeld, in dem mittels der Suchspule die Richtung bestimmt wird, aus der der Sender einfällt.
Gorch Fock Pseudonym eines 1916 in der Skagerrak-Schlacht gefallenen Seeschriftstellers
Gorch Fock Segelschulschiff der Bundesmarine, 1958 bei Blohm und Voss gebaute Bark
Gording Gordings; Tau zum Zusammenschnüren der gerefften Segel, man unterscheidet Bug- und Nock-Gording
Gösch kleine Nationalflagge, die am Bug gehisst wird, wenn das Schiff im Hafen oder vor Anker liegt
Göschstock auf dem Bugspriet angebrachter Flaggenstock
GPS Global Positioning System. Es ist ein weltweit arbeitendes Standortbestimmungssystem mit Satelliten. Zusätzliche Landstationen führen zum DGPS, dem Differential Global Positioning System, welches die Genauigkeit der Standortbestimmung erheblich erhöht. (GPS und DGPS haben zunehmend Decca-, Loran- und Omegaverfahren abgelöst.)
Granat, Garnele Zehnfußkrebs, auch als Krabben oder Shrimps bekannt, Delikatesse von der Nordsee
Gräting Zumeist begehbarer Gitterost aus Holz oder Metall auf Schiffen
Greta Garbo nach der berühmten Schauspielerin benannter, doppelgeschoteter großer Vierkantklüver (Benutzung  bei der  J-Klasse =  große Rennyacht)
grobe See hoher Wellengang
Großbaum Spiere, an der die Unterliek des Großsegels befestigt ist.
Große Fahrt Unbegrenzte Seefahrt weltweit auf allem Meeren
Große-Seen-St.-Lorenz-Seeweg von seegehenden Schiffen befahrene Seewasserstraße, die die großen Seen zwischen Kanada und den USA mit dem Nordatlantik verbindet.
Großmast ist der mittlere  Mast von einem Dreimaster (Aufteilung: Großuntermast, Groß-Marsstenge und Groß-Bramstenge) Segel: Großsegel, Großuntermarssegel, Großobermarssegel, Großunterbramsegel, Großoberbramsegel und Großroyal
Großrah die unterste Rah am Großmast
Großroyal oberes Segel am Großmast
Großschot Talje aus mehreren Blöcken, die zum Dichtholen des Großsegels verwendet wird. Die Großschot verbindet den beweglichen Großbaum mit dem Bootskörper.
Großsegel das am Großmast gesetzte Schratsegel, das entweder mit losem Unterliek gefahren wird oder das fest mit dem Großbaum verbunden ist. Das Großsegel kann als Hochsegel, Gaffelsegel, Treisegel, gegenfalls auch mit einer Spreizgaffel oder aber als Rollreffgroßsegel gefahren werden. Bei einem Rahsegler ist das Großsegel das an der unteren Rah des Großmastes geführte Segel.
Großtopp Spitze des Großmastes oder der ganze Großmast
Großwant Want am Großmast
Growler (engl.) Von Eisbergen abgebrochene kleinere Eisstücke, die weniger als 1m aus der See herausragen ( " Brummer ": nach dem Geräusch beim Aus- und Abtauchen in der See)
Grundgeschirr Ankergeschirr, Fischereiausrüstung, Schleppnetz
Grundsee gefährliche See über Untiefen ( hohe Welle, die sich über Bänken auftürmt)
grüne See überkommende Brecher
Grützkasten Lazarett
GT Groß-Tonnage, Gesamtheit aller geschlossener Räume multipliziert mit dem Faktor K zur Angleichung der neuen Vermessung an die alte : GT = K x V (neue  Schiffsvermessung); Statt GT und NT in einigen Ländern RZ = Registerzahl
Guion Guion Line (1866-1894) Liverpool & Great Western Steamship Company Ltd.
Gurkengaleere Bananenschiff
Gut
  • Ware, Frachtgut, Schüttgut
  • Gesamtheit der Taue und Seile. Man unterscheidet stehendes Gut, das sind die Taue, die fest bleiben (Stagen und Wanten), und laufendes Gut, das sind die Taue die beweglich sein müssen, um Segel mit ihnen bedienen zu können (Schoten, Fallen)
GW Great Western Steam Ship Company ( 1838-1846)