| Fabrikschiff |
Trawler, Hecktrawler der sein Fischfang gleich an Bord verarbeitet. Der Fang wird an Bord selber zerlegt und eingefroren. Der derartig bearbeitete Fang kann sehr viel länger ohne Qualitätsverminderung an Bord bleiben als der eisgekühlte Fang, weshalb das Schiff längere und weitere Reisen durchführen kann. |
| Faden |
englisches Maß zur Messung der Wassertiefe. 1 Faden = 6 Fuß = 1/1000 Seemeile = 1,852 m; Faden- und Fußmaße können in verschiedenen Ländern unterschiedlich sein. |
| Fähre |
Wasserfahrzeug zum regelmäßigen Transport von Personen, Fahrzeugen über ein Gewässer |
| Fahrt |
Geschwindigkeit eines Wasserfahrzeuges (Schiffes) in Knoten, gleich Seemeile pro Stunde, gemessen |
| Fahrenheit |
Einheit der Grade beim 180-teiligen Thermometer |
| Fahrensmann |
Seemann, Seemann der alle 7 Meere besegelt, befahren hat |
| Fahrgastschiff |
Passagierschiff, Kreuzfahrtschiff; alle Schiffe, die mehr als 12 Passagiere befördern können |
| Fahrtenkreuzer |
eine Kreuzyacht, welche nicht für See- oder Hochseerennen, sondern nur für Kreuzfahrten gebaut worden ist. |
| Fahrterlaubnisschein |
wird von der Seeberufsgenossenschein ausgestellt. Darin wird festgestellt, dass das Schiff die Anforderungen für das jeweilige Fahrgebiet nach Konstruktion, Ausrüstung, Besatzung u. Sicherheitseinrichtung erfüllt |
| Fahrtgebiet |
Einteilung nach Klassen. Küstenfahrt, Kleine Fahrt, Mittlere Fahrt, Große Fahrt |
| Fährmann |
Schiffer, Ferge; Person, welche die Fähre, das Fährboot bedient |
| Fahrstand |
- Bezeichnung für den Bereich eines Kriegsschiffs, von dem aus die Drehzahl der Hauptmaschine und die Steigerung der Propeller eingestellt werden
- Als zentraler Fahrstand: Überwachungs- und Bedienstelle, welche die Aufgaben vom Maschinenstand und Maschinenkontrollraum zugleich erfüllt
|
| Fahrtmessanlage |
Einrichtung zur Bestimmung der Schiffsgeschwindigkeit |
| Fahrtmesser |
ein Gerät, das die Fahrt eines Schiffes (durch das Wasser) messen kann, z.B. das Logscheit, das Patentlog und die verschiedenen Staudruckfahrtmesser. |
| Fahrrinne |
Fahrwasser, die durch Seezeichen abgesteckte und in Seekarten eingetragene Wasserstraße |
| Fahrwasser |
siehe Fahrrinne |
| Fähnrich zur See |
Offiziersanwärter im Bootsmannrang (Bundesmarine) |
| Fährschiff |
siehe Fähre |
| Fall |
Tau oder Draht zum Hissen oder Fieren (herablassen) der Rahen, oder (vorheißen, hochziehen) Segel; Mehrzahl: Fallen |
| Fallreep |
früher Strickleiter, heute am Außenbord eines Schiffes herablassbare Treppe zum An- und Von-Bord-Gehen |
| Fallreepspforte |
die Unterbrechung des Schanzkleides, durch die man über das Fallreep das Schiff betritt |
| Fallwind |
der Wind, der von einem festen Gegenstand zurückgeworfen wird, etwa einer steilen Felswand. Er trifft meist unerwartet, heftig und schräg von oben kommend, die Segel eines Schiffes. |
| Fallwinde, Fallwinsch |
die Winde oder Winsch, mit deren Hilfe die Fallen auf größeren Schiffen geholt werden. Auf Yachten mit Hochtakelung und Drahtfallen vielfach in Gebrauch gekommen. |
| Faltboot |
zerlegbarer Kajak (Paddelboot) mit Holz oder Metallgerüst und wasserdichter Außenhaut |
| Faltlukendeckel |
Lukendeckel der über hydraulische Flaschenzüge zusammengefaltet wird |
| Fangleine |
eine oder mehrere in einen Boot oder anderen schwimmenden Gegenständen angebrachte Leinen |
| Fant, Fent |
ein landfein gekleideter Hafenbesucher; als doofer Fant gilt, wenn er zuviel Dummes fragt; Laffe |
| Färöer |
dänische Inselgruppe zwischen Island und den Shetlandinseln |
| Fass |
aus gebogenen Holzstreifen bestehendes durch meist eiserne Reifen zusammengehaltenes Gefäß mit Böden |
| Fata Morgana |
Luftspiegelung, bei der durch Lichtbrechung von unterschiedlich temperierten Luftschichten in der Nähe der Wasseroberfläche weit entfernte Küsten sichtbar werden oder andere Spiegelungen |
| faule Küste |
Küste mit vorgelagerten Untiefen oder Riffen |
| Faulenzer |
Baumaufholer (Ladegeschirr) |
| FD |
Kurzbezeichnung für die Bootsklasse Flying Dutchman (Kennzeichen im Segel) |
| Feeder |
Füllschacht, der vom Zwischendeck bis zur Höhe des Lukensülls reicht |
| Feederschiff, Feeder |
Kleine Containerschiffe, Küstenmotorschiffe für den Zubringerdienst |
| Felunke |
- zweimastiges Küstenfahrzeug der Mittelmeerländer mit einem dreieckigen Segel (Lateinsegel)
- früher verwendetes kleines Kriegsschiff in Galeerenform
|
| Fender |
Puffer, Schutzpolster zum Abfangen der Stöße beim Anlegen (Polsterkissen aus Tauwerk, Kork, Kunstoffbälle und auch Gummireifen) |
| Ferge |
Fährmann |
| Fernglas |
Doppelfernrohr, optisches Gerät zum Betrachten entfernter Gegenstände |
| Fernrohr |
optisches Gerät zum Betrachten entfernter Gegenstände mit nur einem Okular |
| Fernsicht |
Sicht in die Ferne, Möglichkeit in die Ferne zu schauen. |
| Fest! |
Kommando beim Heißen, Hieven, Einholen. Es bedeutet soviel wie "Halt, Stopp, nicht mehr heißen". |
| Festfeuer |
Leuchtfeuer, das einen Lichtschein ohne Unterbrechung als Kennung hat |
| Festland |
fester Teil der Erdoberfläche, im Unterschied zum Meer |
| festlaufen |
das Schiff hat sich (auf Grund, im Sand) festgelaufen |
| festliegen |
auf Grund gelaufen, das Schiff liegt fest |
| festmachen |
- das Boot am Ufer mit Leinen festmachen, das Schiff an der Kai mit Leinen festmachen
- Segel aufrollen und befestigen (auch beschlagen)
|
| Festmacher |
- Leute, Spezialisten, die in den Häfen dafür sorgen, dass die Schiffe sicher an den Pollern liegen
- Ein starkes Ende, meist mit einem eingespleißten Auge an einem Tampen, mit dessen Hilfe ein Schiff an Land festgemacht werden kann. Bei Yachten ist es üblich, das Auge erst bei Benutzung des Endes als Festmacher mit einem Palstek einzustecken
|
| Festmacherboje |
ist eine verankerte Boje wo z.B. ein Segelboot oder ein Ruderboot festgemacht werden kann |
| Festmacherleinen, Festmacher |
Zum Festmachen des Schiffes benötigt man Leinen, die heißen: Vorleine, Vorspring, vordere Querleine, Achterspring, achtere Querleine, Achterleine |
| Festpunkte, Fixpunkte |
im Vermessungswesen jeder Punkt, dessen geographische Länge, Breite und Höhe über dem Meeresspiegel genau vermessen ist |
| Fetthorn |
Gerät, das der Segelmacher gebraucht. Es ist ein Kuhhorn, halb mit festem Fett gefüllt, in dem die Segelnadeln stecken. Sie rosten dort nicht, und kann mit dem Fett die Nadeln und den Faden beim Arbeiten einfetten,. Auf Yachten benutzt man statt des Hornes eine kleine runde Dose. |
| FEU |
Fourty Foot Equivalent Unit, Maßeinheit (Fuß) für Standard-Container; 40 Fuß-Container |
| Feuer |
elektrisch betriebene Lichter von Seezeichen und Leuchttürmen |
| Feuerlöschboot |
mit Feuerlöschkanonen (Wassermonitore) ausgestattetes Boot, das Schiffsbrände bekämpft |
| Feuerqualle |
Qualle, die mit ihren Nesselfäden bei Berührung brennende Hautverletzungen hervorruft |
| Feuerrolle |
beschreibt genau festgelegte Übungen für die Besatzung, für die Bekämpfung der Gefahren auf See. Jeder Mann hat dabei bestimmte Aufgaben an bestimmten Stellen zu erfüllen. |
| Feuerschiff |
mit Signaleinrichtungen (Leuchtfeuer) ausgerüstetes bemanntes Schiff in festliegender Position vor den Flussmündungen, heute durch unbemannte Tonnen ersetzt |
| feulen |
Mit einem Feudel (Dweil oder Schwabber) arbeiten |
| fieren |
Leine, Tau nachgeben oder eine Last mit dem Flaschenzug, Kran herunterlassen |
| Fingerling |
Die Ruderzapfen eines größeren Ruders, die zwischen dem untersten Zapfen, dem Spurzapfen und dem Halslager sitzen. |
| fier weg |
wird gerufen, wenn eine Last heruntergelassen werden soll |
| Finn-Dingi, Finn-Dinghi |
Einheitsjolle für den Rennsegelsport; mit einem Mann Besatzung, Länge 4,50)m, Breite 1,51 m, Tiefgang 0,85 m (mit Schwert) |
| Fischdampfer |
Besonders für den Hochseefischfang gebaute Schiffe von rund 60m Länge. Sie mussten außerordentlich seetüchtig sein. Die Fische wurden mit dem Grundschleppnetz gefangen und in Eis gepackt. Die Fangreisen dauerten drei bis sechs Wochen. Heute benutzt man Fangfabrikschiffe. Siehe Fabrikschiffe. |
| fischen |
mit Netz oder Angel Fische fangen |
| Fischer |
jemand der berufsmäßig fischt |
| Fischerei |
gewerbsmäßiger Fang von Fischen (Binnen-, Küsten und Hochseefischerei) |
| Fischereischutzboote |
haben die Aufgabe, den Fischereibooten auf ihren Fangplätzen im Notfall ärztliche und technische Hilfe zu bringen. Außerdem übermitteln sie Wettermeldungen und geben Wetterberatungen |
| Fischermann-Stagsegel |
Stagsegel, das bei einer Ketsch oder einem Schoner an einem Stag zwischen den Toppen geführt wird. |
| Fischgrund |
Gewässer, das reich an Fischen ist |
| Fischkutter |
seetüchtiges Fischereifahrzeug |
| Fischlupe |
spezielles Echolot für Fischereifahrzeuge, um Fischschwärme zu orten |
| Fischtown |
scherzhaft für die Seestadt Bremerhaven (vormals größter deutscher Fischereihafen) |
| Fischzug |
Auswerfen und Einholen des Fischernetzes |
| Fitt |
ein hölzerner Marlspieker |
| Fittings |
Die Gesamtheit aller Beschläge, Amaturen sowie Zubehörteile aller Art, die sich auf den Yachten befinden. |
| Fjord |
tief einschneidende, schmale, lange steilwandige Meeresbucht (vor allem in Norwegen) |
| Flachküste |
Küste, an der das Land flach zum Meer abfällt |
| Flachmann |
Bezeichnung für einen flachen, schmalen Spinnaker (Zusatzsegel), der auch bei starkem Wind gesetzt werden kann. |
| Flackerfeuer |
Lichtsignal mit Fackeln auf See |
| Flage |
dasselbe wie Bö, Regenbö |
| Flagge |
Fahne. Am Heck wird die eigene Nationalflagge, am Bug (im Hafen) die Flagge des Heimathafens, am ersten Mast die Landesflagge des jeweiligen Landes wo sich das Schiff gerade befindet, gesetzt. |
| flaggen |
die Flagge aufziehen, hissen, das Schiff hat geflaggt |
| Flaggenalphabet |
die durch Winkzeichen mit Flaggen dargestellten Buchstaben des Alphabets |
| Flaggengala |
über die Toppen flaggen. Bei festlichen Anlässen das Ausschmücken der Takelage mit den aneinandergereihten Signalflaggen. Es besteht dabei eine besondere Etikette, besonders bei Yachten, über das Setzen vom Nationalflagge, Stander usw. bei der Flaggengala. |
| Flaggengruß |
(dippen) Grüßen eines Schiffes durch kurzzeitiges Niederholen einer Flagge auf etwa 1/2 bis 1/3 der Höhe, in der sich die Flagge normalerweise befindet |
| Flaggenknopf |
Knopf auf dem Topp des höchsten Mastes mit Löchern oder Scheibe für die Flaggenleine |
| Flaggenschein |
Das Dokument, das dem Schiff oder der Yacht die Erlaubnis zum Führen einer bestimmten Flagge erteilt. Beispiel für Yachten: Flaggenschein des Deutschen Segler-Verbandes. |
| Flaggentopp |
spitz zulaufender Teil des Mastes über dem stehenden Gut |
| Flaggenparade |
hissen der Flagge des eigenen Landes am Morgen und ihr Niederholen bei Sonnenuntergang |
| Flaggenrecht |
Recht bzw. Pflicht eines Schiffes, eine bestimmte Flagge (National- bzw. Handelsflagge) am Mast zu führen. |
| Flaggenstaat |
Der Staat, in dessen Schiffsregister das Fahrzeug eingetragen ist und dessen Flagge es zu führen hat. |
| Flaggenstock |
Stock am Heck, an dem die Flagge befestigt wird |
| Flaggoffizier |
Offizier in der Rangklasse eines Admirals, der als Kommandozeichen eine seinem Dienstgrad entsprechende Flagge führen darf |
| Flaggenwechsel |
feierliche Zeremonie bei Schiffsablieferung. Am Flaggenmast wird die Werftflagge eingeholt und die Reedereiflagge geheißt. |
| Flagge streichen |
Niederholen der Flagge, bei einem Kriegsschiff Zeichen für die Kapitulation |
| Flaggschiff |
- das größte Schiff einer Reederei
- Kommandoschiff des im Rang eines Flaggoffiziers stehenden Führers eines Kriegsschiffverbandes
|
| Flaschenpost |
Übermittlung einer Nachricht in einer wasserdicht verschlossene Flasche, die in ein strömendes Gewässer geworfen wird (früher bei Schiffbruch) |
| Flaschenzug |
Arbeitsvorrichtung zum Heben schwerer Lasten bei geringem Kraftaufwand mittels Rollen und Seilen |
| flaue |
eine schwache, matte Brise |
| Flaute |
Windstille, sehr schwacher Wind |
| Flautenschieber |
scherzhafte Bezeichnung für den Motor bei Segelschiffen |
| Fleet |
- Entwässerungsgraben oder kleiner Kanal in Städten, Gracht in Holland
- Fanggerät der Treibnetzfischerei in Gestalt einer schwimmenden Netzwand von 3000 bis 5000 m Länge
|
| Fleute |
holländisches Segelschiff im 17. Jahrhundert |
| Flibustier |
westindische Seeräuber im 17. Jahrhundert; auch Bukanier |
| Flieboot |
kleines, schnelles Fischerboot, auch Beiboot |
| Fliegender Holländer |
Sagenhaftes Gespensterschiff, dessen Kapitän für sein gottloses Leben zum ewigen Kreuzen verdammt ist. Eine Sage aus dem 17. Jahrhundert. |
| Flieger |
kleines Stagsegel (Vorsegel) vor dem Klüver |
| Flögel, Flüge |
Windsack auf dem Topp eines Mastes zur Anzeige der Windrichtung |
| Flossenbezüge |
Handschuhe |
| Floß |
aus mehreren Schwimmkörpern zusammengefügtes Wasserfahrzeug (Holz, Luftkissen, Tonnen, Kanistern) |
| Flötentörn |
Verbindungsmann zwischen Brücke und Decksdienst. Der Name leitet sich daher ab, dass der Wachoffizier auf Schiffen ohne Rundspruchanlage den Verbindungsmann heranpfiff. |
| flottmachen |
zum Schwimmen bringen, fahrbereit machen |
| Flotte |
Gesamtheit der Schiffe (eines Staates, von Fischerei-, Handels- und Kriegsschiffen) |
| Flottenforz |
Scherzname für einen zu klein geratenen Seemann |
| Flottillenadmiral |
Offiziersdienstgrad bei der Marine, im Rang eines Generals |
| Flottillenarzt |
Arzt bei der Marine im Rang eines Oberfeldarztes |
| Flottenstation |
Platz an der Küste mit Einrichtungen zur Aufnahme und Versorgung von Kriegsschiffen |
| Flottenstützpunkt |
Flottenstation |
| Flottille |
Gesamtheit aller Schiffe eines Typs, z.B. Verband aus mehreren Fangschiffen, die gemeinsam fischen |
| flott machen |
ein Boot, Schiff wieder schwimmfähig, fahrtüchtig machen |
| Flüge, Flögel |
Tuchstreifen oder Windsack an der Spitze eines Mastes, der die Windrichtung anzeigt |
| Flüstertüte |
einfaches Sprechrohr für die Verständigung auf See |
| Flugzeugträger |
Kriegsschiff mit verlängertem und verbreitertem Deck als Land- und Startfläche für Flugzeuge |
| Flunken |
die flächenartig verbreiterten Enden eines Ankerarmes |
| Flunki |
Scherzname für den Schiffs-Steward (der viel herumflitzt) |
| Flussschifffahrt |
Binnenschifffahrt auf natürlichen Wasserstraßen. Gegensatz: Kanalschifffahrt |
| Flut |
ansteigen des Meeresspiegels im Wechsel der Gezeiten (Ebbe und Flut) |
| fluten |
unter Wasser setzen, die Tanks im U-Boot fluten |
| Flutwelle |
starke, oft verheerende Frontwelle, bei plötzlichen Wasserstandsschwankungen, nach Seebeben, untermeerischen Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Dammbrüchen und auch beim Übergang von Ebbe zu Flut |
| Flying Dutchman |
Einheitsjolle für den Rennsegelsport, mit zwei Mann Besatzung. Länge 6,05 m, Breite 1,80 m, Tiefgang 1,10 m (mit Schwert). Zeichen: FD |
| Flying P-Liner |
von englischen Seeleuten geprägte, ehrenvolle Bezeichnung für die schnellen Großsegler der Reederei F.Laeisz. Das "P" bezieht sich darauf, dass die Namen der Schiffe dieser Reederei mit P anfingen (Preußen, Potosi, Peking, Padua, Pamir, Passat usw.) |
| fob |
free on bord, Frachtklausel im überseeischen Warenverkehr |
| Fock |
Vorsegel, bei voll getakelten Segelschiffen unteres Rahsegel, bei Segelbooten unmittelbar vor dem Mast gesetztes Stagsegel |
| Fockmast |
bei Segelschiffen mit mehreren Masten vorderster Mast, Aufteilung: Vor-Untermast, Vor-Marsstenge und Vor-Bramstenge,Segel: Fock, Voruntermarssegel, Vorobermarssegel, Vorunterbramsegel, Voroberbramsegel und Vorroyal |
| Fockschot |
doppelt geführte Schot zum Bedienen der Fock. Die Fockschot gestattet das Dichtholen der Fock über eine Leitöse durch den Vorschotmann. Die Fockschot ist am Schothorn der Fock befestigt. |
| Fockstag |
Stag an dem die Fock gefahren wird, auch Vorstag. |
| Focksel |
(engl.) alter Seemannsausdruck für die Back sowie früher für das Mannschaftslogis im Vorschiff |
| Fog |
dichter Nebel |
| Foghorn |
Nebelhorn |
| Förde |
an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins, schmale, langgestreckte, tief ins Landesinnere reichende Meeresbucht |
| Fracht |
Entgelt für die Beförderung von Ladung über See |
| Frachter |
Frachtschiff, Frachtdampfer zur Beförderung von Ladung, Güter |
| Fregatt |
als optakelt Fregatt ist een Froensminsch (Frau),das modisch-übertakelt wie ein Vollschiff angesegelt kommt |
| Fregatte |
früher ein schnelles dreimastiges Segelschiff für den Aufklärungsdienst, heute ein schnelles Motorschiff zum Schutz von Geleitzügen und U-Boot-Ortung |
| Fregattenkapitän |
Seeoffizier im Range eines Oberstleutnants |
| Freibeuter |
Seeräuber |
| Freibord, Freibordmarke |
bei Handelsschiffen auf halber Schiffslänge beidseitig am Rumpf angebrachte Markierung, die den höchstzulässigen Tiefgang angibt (immer mittschiffs gemessene Seitenhöhe von Wasserlinie bis zum Deck). |
| Freifallrettungsboot |
ein geschlossenes Rettungsboot, das von einer schrägen Ablaufbahn am Heck (mit der Mannschaft) ins Wasser rutscht. |
| Freigut |
zollfreie Ware an Bord |
| Freihafen |
Hafengebiet, das zollrechtlich so behandelt wird, als läge es außerhalb der Staatsgrenzen. Seeseitig einkommende Waren können ohne Zollkontrolle und unverzollt entladen und weiterverarbeitet werden; auch Zollfreihafen |
| Freiheit der Meere |
im Seevölkerrecht Grundsatz, dass das Meer außerhalb der Küstengewässer (offenes Meer) von jeder Staatshoheit frei und der Luft- und Schifffahrt sowie der Fischerei und der Nachrichtenübermittlung aller zugänglich ist; auch Freiheit des Meeres |
| freikreuzen |
das Wegsegeln von einer Küste bei auflandigem Wind durch kreuzen |
| Freiwache, Freitörn |
wachfreie, dienstfreie Mannschaft |
| Fressalien |
scherzhaft: Esswaren |
| Friesennerz |
scherzhaft für Öljacke, Regen- und Windjacke; Ostfriesennerz |
| Friesische Inseln |
die durch das Wattenmeer von der Nordseeküste getrennte Inselkette 1. Westfriesische Inseln, 2. Ostfriesische Inseln, 3. Nordfriesische Inseln |
| Frigata |
portugiesisches Küstensegelboot mit zwei Masten |
| Frisches Haff |
durch die 60km lange Frische Nehrung von der Ostsee abgetrennter Strandsee in Ostpreußen |
| frisch |
kühl, kalt |
| Frischwasser |
mitgeführtes Süßwasser auf Schiffen |
| Froschmann |
frei beweglicher Taucher mit Gummianzug und Atmungsgerät |
| Frost |
Temperatur unter 0° Celsius |
| Froster |
Fabrikfangschiff, Kühlschiff |
| Fruchtschiff |
Kühlschiff, Ladung besteht aus Früchten, z.B. Bananen, Südfrüchte |
| F.T. |
Funkentelegraphiestation |
| FT-Raum |
Raum eines Schiffes, in dem sich die Funkanlage befindet. Er liegt in unmittelbare Nähe der Brücke des Schiffes; auch Funkraum |
| Fullbrass |
heißt ein(e) an der Reling aufgehängte Mülltonne bzw. Müllsack, Abfallbehälter; auch Fulbraß |
| Fünfmastbark |
Segelschiff mit 5 Masten, davon 4 vollgetakelt und der Besanmast mit Gaffelsegeln ausgerüstet |
| Fünfmastvollschiff |
Segelschiff mit 5 vollgetakelten Masten, ein bekanntes Schiff war die " Preußen ", die 1910 nach einer Kollision an der englischen Küste strandete. |
| Funk |
Sammelbegriff für alle Verfahren drahtloser Nachrichten- und Impulsübermittlung (Telegrafie) |
| Funkbake |
Funkfeuer |
| Funkenpuster |
Funkoffizier, Funker an Bord |
| Funker |
Jemand der in der Nachrichtenübermittlung durch Funk tätig ist, war früher auf größeren Schiffen vorgeschrieben, heute durch die moderne Datenübertragungstechnik wird der Funker nicht mehr benötigt. Die Aufgaben übernimmt jetzt ein nautischer Offizier mit einem Seefunksprechzeugnis. |
| Funkfeuer |
unbemannte Funksendestelle für die Funknavigation (Funkbake) |
| Funkortung |
durch Anpeilung von mindestens zwei bekannten Senderstandorten, kann der eigene Standort ermittelt werden |
| Funkpeiler |
mit diesem Gerät (runder Peilrahmen) wird die Richtung zu einem Sender ermittelt |
| Fuß |
(Abk.: ft) britisches Längenmaß, Containergrößen werden in Fuß angegeben. 1 Fuß = 0,3048 Meter |
| Fußblock |
einscheibiger Stahlblock, bei dem eine Backe aufgeklappt und das Tauwerk in den Tauraum eingelegt werden kann. Er wird vorwiegend zur Änderung der Zugrichtung von laufendem Gut verwendet |
| Fußperten |
auch Fußpferde; die mit Garn bekleideten Drähte unterhalb der Rahen und des Klüverbaums, auf denen der Seemann steht, wenn er dort arbeitet |
| Fusta |
sehr schnelles, aus der Galeere entwickeltes Fahrzeug mit 18-22 Ruderbänken auf jeder Seite. |