D Kurzbezeichnung für die Bootsklasse Drachen (Kennzeichnung im Segel "D"). Wasserverdrängung (Deplacement) des eingetauchten Schiffskörper - nach dem archimedischen Prinzip verdrängt ein Körper soviel Wasser, wie er wiegt (alte Schiffsvermessung)
Daak norddeutsches Dialektwort für Nebel
Daddeldu
  • Symbolfigur oder scherzhaft für ein Seemann, auch Kuttel Daddeldu (nach einer Erzählung von Ringelnatz)
  • heute noch ein gebräuchlicher Ausdruck (an Bord) für Feierabend
Dahabijeh Segelschiff auf dem Nil; auch zur Beförderung von Passagieren
Dalben in den Grund eingerammte Pfähle aus Holz, Beton oder Stahl, die einen Verband bilden. Es werden entsprechend ihrer Hauptaufgabe unterschieden: Anlegedalben, Führungsdalben und Deviationsdalben.
Dalbenliegeplatz Liegeplatz für Schiffe an Dalben. Die Dalben sind im Fluss oder anderen Wasserflächen des Hafen stationiert. Sie dienen als Warteplätze,  früher auch als Umschlagplätze.
Dampfer durch Dampfmaschine oder Dampfturbine betriebenes Schiff; das durch irgendeine Maschinenkraft angetrieben wird, auch wenn es zusätzlich Segel führt
Dämlack Dummkopf
Daneborg Bezeichnung für die dänische Staatsflagge
Dau, Dhau zweimastiges Segelfahrzeug (in arabischen und ostafrik. Gewässern)
Dauerproviant Dosen-, Trocken- und Salzkonserven, die Schiffe ohne Proviantkühlräume mitnehmen, weil Frischproviant nur für kurze Zeit reicht.
Davit drehbare Kranvorrichtung (schwenkbarer Ausleger) zum Aussetzen und Einholen von Booten (Rettungsboote, Tender)
debardieren ein Schiff ausladen
DD-Lacke Handelsbezeichnung für härtende Polyurethanlacke, die schnell trocknen und sehr hart werden. Besonders verbreitet als Antifouling für Kunststoffboote.
DE Dampf-Eisbrecher
Deadweight-Tonnage (engl. totes Gewicht), erforderl. Menge zur Beladung eines Schiffes von der Lade- bis zur Tiefladelinie, d. h., die Menge oder Masse der Ladung eines Schiffes
Decca altes Navigationsverfahren zum Ermitteln des Standortes eines Schiffes. In der Sportschifffahrt noch das verbreitetste System
Dechsel Queraxt des Schiffszimmermannes
Deck durchgehender, waagerechter Zwischenboden (im Schiffsrumpf); Achterdeck, Sonnendeck, Zwischendeck
Decksglas in das Deck fest eingesetztes Glasprisma oder runder Kegel, durch das Licht in den Raum unter dem Deck gelangt, auch als Deckslicht bezeichnet
Decksladung Auf Deck gestaute Ladung
Deckslasching Tau zum Festzurren der Decklast
Decklast Ladung, die an Deck gestaut wird; auch Decksladung
Deckslicht kleines Oberlicht für Yachten
Decksmann Matrose, der für Decksarbeiten eingeteilt ist; auch der ungelernte Matrose
Deckoffizier in der kaiserl. Marine und Reichsmarine; Dienstgrad zwischen Unteroffizier und Offizier
Deich dammartiger Erdbau mit befestigter Oberfläche zum Schutz des dahinterliegenden Landes (u.a. Hochwasser)
Deichgraf jemand, der an der Spitze eines Deichverbandes steht
Deichhauptmann Deichgraf
Deichkrone oberer Teil eines Deiches
Deichrichter Deichgraf
Deichverband Verband, dem alle Personen angehören, die Grundbesitz im Bereich des Deiches haben
Demijohn Große Korbflasche, Ballon mit 5 bis 50 Liter Fassungsvermögen. Für ihr Verschiffung sind meistens besondere Raten festgelegt.
Denier Maßeinheit für die Garnstärke von Kunstfasern; Abk.: den
Depesche Telegramm, Funkspruch
Deplacement Größenmaß für Kriegsschiffe in Gewichtstonnen zu je 1000 Kilo, auch Wasserverdrängung. Das Gewicht des verdrängten Wassers ist gleich dem Gewicht des Schiffes, siehe auch Verdrängung (alte Schiffsvermessung)
Derrik, Derrick Kran, der aus einem senkrechten Pfosten und einem unten angebrachten schwenkbaren Ausleger besteht
Deviation Abweichung von der Richtung (Kurs), Fehlweisung des Kompasses, hervorgerufen durch magnetische Eisenteile des Schiffes
Deviationsdalben Dalben, der sich an einem für die Deviationskontrolle günstigen Ort befindet.Von dem an D. festgemachten und um den D. drehenden Schiff aus kann dann ein geeignetes terrestrisches Objekt, dessen rechtweisende Peilung bekannt ist, auf verschiedenen Kursen gepeilt und die Deviationsbestimmung bzw. die Kompensation von Schiffsmagnetfeldern vorgenommen werden.
Deviationskontrolle Bestimmung der Deviation eines Magnetkompasses durch Anmessung terrestrischer Objekte oder von Gestirnen. Liegt eine geographische Richtung fest, so kann die entsprechende missweisende Richtung errechnet werden. Aus der Differenz zwischen der Kompassablesung für diese Richtung und der missweisenden Richtung ergibt sich die Deviation.
DGPS Differential Global Positioning System; siehe GPS
DGzRS Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, 1865 durch private Initiative ins Leben gerufenes, lediglich durch freiwillige Beiträge unterhaltenes Seenotrettungswerk an den deutschen Küsten. Die Gesellschaft, deren Schirmherr der Bundespräsident ist, unterhält insgesamt 52 Rettungsstationen. Den Stationen stehen insgesamt 54 hochtechnisierte Seenotkreuzer und kleinere Seenotrettungsboote zur Verfügung.
DHH Deutscher Hochseeverband Hansa e.V., Geschäftsstelle in Hamburg
DHI Deutsches Hydrografisches Institut. Das als DHI bekannte Institut ging 1990 gemeinsam mit dem Bundesamt für Schiffsvermessung, im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ( BSH) auf.
Dhau arabisches Segelfahrzeug mit anderthalb Masten ohne Bugspriet.
Diamantknoten Zierknoten für einen Tampenabschluss
Diamantrigg Wanten im oberen Teil eines Mastes, die über einer Saling an den Mast zurückgeführt werden.
dichtholen Eine Schot ( Leine) durchholen oder steif setzen.
dick, dicke Luft auf das Wetter bezogen: Es wird dick ( bedeutet, es wird diesig); auf eine Manöver bezogen: Es kommt dick ( Eintreten eines Gefahrenzustandes)
dick werden Nebel kommt auf
Dickschiff großes Seeschiff (Kriegsschiff)
Dienstflagge besondere Flagge, die in einigen Staaten von Wasserfahrzeugen des öffentlichen Dienstes ( Zoll-, Polizeikreuzer, Schiffe der Bundesregierung  z.B.: Wasser u.- Schifffahrtsamtes, Hilfsschiffe der Seestreitkräfte usw. ) geführt wird.
Dieselmotoren werden genutzt um Generatoren anzutreiben, die wiederum Elektromotoren (Fahrmotoren) antreiben
Dinette Sitzraum in der Kajüte mit 2 Bänken und einen querschiffs stehenden Tisch, kann in einer Doppelkoje verwandelt werden
Dingi, Dinghi, Dinghy kleines Beiboot auf Kriegsschiffen, kleines Sportsegelboot
Diopter Aufsatzgerät auf dem Kompass, das bei Peilungen etwa in der Art von Zielgeräten gebraucht wird
dippen die Flagge zum Gruß halb niederholen und wieder hochziehen; Flaggengruß
Dirk Stahlleine, die auf hochgetakelten Yachten von der Baumnock zum Masttop läuft.
DLRG Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
DMYV Deutscher Motoryachtverband. Sitz: Hamburg. Seine Aufgaben entsprechen denen des Deutschen Segler-Verbandes.
Dobbass schwergewichtiges Ladungsstück , kann nur mit einem Kran bewegt werden
Dock Anlage zum Trockensetzen und Reparieren von Schiffen, durch Tore abgeschlossenes Hafenbecken,
docken ein Schiff ins Dock legen
Docker Arbeiter im Dock
Dogger niederländisches zweimastiges Fischereiboot (Boot mit Schleppnetz)
Doggerbank Untiefe in der Nordsee
Dögling Pottwal, Entenwal
Dollart Nordseebucht an der Emsmündung
Dollbord verstärkte oberste Seitenplanke des Ruderbootes, in der die Dolle angebracht ist
Dolle gabelförmige, bewegliche Vorrichtung am Dollbord zum Festhalten des Riemens
Donkeykessel kleiner Dampfkessel für Winschen, Decksmotor auf Segelschiffen; auch Donkey genannt.
Döntjes Geschichten,  werden von Seeleuten erzählt
Doppelboden dient zum Schutz gegen Beschädigungen am Schiffsboden. Im Zwischenraum kann Ballastwasser gespeichert werden
Doppelfock Vorsegel aus 2 gleichgroßen Teilen mit je 1 Baum, die bei Vor-dem-Wind-Kursen nach beiden Seiten ausgebracht werden, während das Großsegel eingeholt wird.
Doppelglas Fernglas
Doppelpropeller  Passagierschiffe haben meistens eine Doppelpropeller-Anlage, wegen der günstigeren Aufteilung  der Antriebsanlagen mit weniger Vibrationen
Doppelstander Flagge mit dreieckigem Ausschnitt an der Achterkante, so dass sie in zwei Spitzen (oben und unten) endet.
Dopplerlog Gerät zur Ermittlung  der Schiffsgeschwindigkeit, besonders für  genaue langsame Geschwindigkeiten
Doppelzweier Sportruderboot, die mit zwei Skulls gerudert werden.
Dory-Boot kleines, flachbordiges, mit Hilfssegel ausgerüstetes Boot zum Fischfang mit Angeln (Portugal)
Dööntjes kleine lustige Erzählungen, Geschichten
Döösbaddel Dummkopf; auch für neugierige Hafenbesucher, die dösige Fragen stellen
Douglas-Skala Beschreibung der Dünung
0 keine Dünung
1 Niedrige Dünung
2 Niedrige mittellange Dünung
3 Mittelhohe, kurze Dünung
4 Mittelhohe, mittellange Dünung
5 Mittelhohe, lange Dünung
6 Hohe, kurze Dünung
7 Hohe, mittellange Dünung
8 Hohe lange Dünung
9 Unregelmäßige, durcheinanderlaufende Dünung
Drachenboot
  • Wikingerschiff, das normannische Langschiff
  • Segelboot; Kielboottyp der internationalen Bootsklassen mit Kajüte, 3 Mann Besatzung; Bootslänge 8,90 m, Besegelungsfläche 22-26 m²
Dragge, Draggen kleiner mehrarmiger Anker, Dregge
Drahttau ist der Sammelbegriff  für Drähte, Draht- und Stahlseile
Dredge, Dresche Schleppnetz zum Fangen von Tieren, Fische auf dem Meeresgrund
Dredger Schwimmbagger
Dreidecker alte Segelschiffe mit drei Decks; insbesondere die Kriegsschiffe des 17. und 18. Jahrhunderts
Drehbrasse in früherer Zeit eine kleine, in einem Gestell an Deck drehbarer aufgehängte Kanone.
Drehfeuer Leuchtfeuer, bei dem die Kennung durch Drehung eines oder mehrere Scheinwerfer um eine vertikale Achse erfolgt
Dreimaster dreimastiges Segelschiff, z.B. Bark, Schonerbark, Toppsegelschoner usw.
Dreimast-Rahschoner Schoner, der an Fockmast und Großmast (den beiden vorderen Masten) neben den Gaffelsegeln je drei Rahsegel trägt; auch Polka-Bark
Dregganker Dregge, Dragge (kleiner mehrarmiger Anker)
dreggen mit der Dregge fischen
Drehknüppel Holzknüppel zum Verdrillen der Spanndrähte für die Ladungssicherung
Drehreep Stahldraht oder Kette, womit auf den alten Segelschiffen die fierbaren Rahen vorgeheißt wurden. Die Drehreeps zum Heißen der oberen Mars- und Bramrahen waren das am stärksten beanspruchte laufende Gut auf jenen Schiffen.
Drempel Schwelle, an die das geschlossene Schleusentor einer Schleuse stößt, um die Schleuse wasserdicht abzuschließen
Drift durch den Wind hervorgerufene, oberflächliche Meeresströmung, Bewegung eines Schiffes ohne eigene Kraft
Drifter Beisegel für leichten Wind, wird auf Seekreuzern als Vorsegel gesetzt, besteht aus sehr leichtem Tuch.
Drifteis Treibeis
driften auf dem Wasser treiben
Dringlichkeitsmeldung Die in manchen Fällen dem Notruf eines Schiffes vorhergehendeMitteilung über eine eingetretene oder sich entwickelnde schwierige Situation.
Dromone Byzantinisches Kriegsfahrzeug um das 9.Jh. An Bord waren 200 bis 300 Mann, im Durchschnitt etwa gleich viele Ruderer und Soldaten
Drücker Lüfterköpfe
Dschunke flaches chinesisches Segelschiff mit rechteckigen Segeln; für Fluss und Küstenschifffahrt
DSST Deutsche Stiftung Sail Training
DSV Deutscher Segler-Verband. Der DSV, der seinen Sitz in Hamburg hat, vertritt den deutschen Segelsport im In- und Ausland und ist zuständig für alle nationalen Wettsegel-, Klassen- und Vermessungsbestimmungen. Der DSV ist beauftragt, nach dem vom Bundesverkehrsministerium erlassenen Richtlinien Befähigungsprüfungen abzunehmen und Sportbootführerscheine auszustellen.
Ducht Querbank / Sitzbank, die (im Ruder- und offenen Segelboot) gleichzeitig der seitlichen Abstützung der Bordwand dient.Oder: Aus Kabelgarn gedrehter Strang
Duckdalbe, Duckdalben, Dückdalben Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen von Schiffen; siehe Dalben
Düker Rohrleitung unter einem Deich, Fluss, Weg
Dümpeln leicht schlingern, Hin- und Herwerfen des Schiffs durch Seegang oder Dünung bei Windstille oder vor Anker
Düne durch Wind aufgeschütteter Hügel oder Wall aus lockeren Flugsand
Dünung Meereswellen, Windwellen, die aus dem Windfeld herausgewandert oder nach Abzug des Windfeldes verblieben sind. Ähnlich der Beaufort-Skala für Wind und Seegang benutzt man eine Skala zur Beschreibung der Dünung, die 1929 in Kopenhagen zum internationalen Gebrauch angenommene Douglas-Skala:

0 keine Dünung
1 Niedrige Dünung
2 Niedrige mittellange Dünung
3 Mittelhohe, kurze Dünung
4 Mittelhohe, mittellange Dünung
5 Mittelhohe, lange Dünung
6 Hohe, kurze Dünung
7 Hohe, mittellange Dünung
8 Hohe lange Dünung
9 Unregelmäßige, durcheinanderlaufende Dünung
Dunst Trübung der Atmosphäre, leichter Nebel
Dunstig durch Nebel getrübt
Dünung Meereswellen, durch Wind hervorgerufener Seegang
durchholen
  • eine Leine schnell straffziehen
  • tiefes Eintauchen eines Schiffs in ein Wellental
durchkreuzen einen See, den Ozean zu Schiff kreuzen, durchqueren
durchschleusen ein Schiff oder Boot durch eine Schleuse bringen
durchsegeln er hat das Meer, Kanal durchsegelt
durchsetzen
  • steifholen eines Taues
  • Durchsetzen des Schiffs: Grundberührung bei Seegang
Dutchmann von englisch sprechenden Matrosen verwendete Bez. für einen deutschen Seemann (früher Schimpfwort)
dwars quer, querab; seitlich vom Schiff, quer zum Kiel
Dwarslinie in einer Linie mit gleichen Kurs  (bei Kriegsschiffen)
Dwarslöper
  • Querläufer; Schiff, das den eigenen Kurs in seitlicher Richtung kreuzt
  • Krebs (wegen seiner Fortbewegungsweise)
Dwarssee Seegang, die rechtwinklig auf das Schiff trifft
Dweil schrubberähnliches, mopähnliches Gerät (Aufwischer) zum Aufwischen des Decks; auch Deckschwabber