B größte Breite (eines Schiffes)
B&A British & American Steam Navigation Company (1838 -1841)
B-Patente frühere Schiffsführungspatente in der Hochseefischerei:
  • B1: Schiffer in Kleiner Hochseefischerei
  • B2: Steuermann in Kleiner Hochseefischerei
  • B3: Kapitän in Kleiner Hochseefischerei
  • B4: Steuermann in Großer Hochseefischerei
  • B5: Kapitän in Großer Hochseefischerei
Seit1970 gibt es Befähigungszeugnisse:
  • BG5: entspricht B5 und berechtigt zum Führen von Fischereifahrzeugen aller Art und jeder Größe auf allen Meeren
  • BGW4: Wachoffizier auf Trawlern mit den Befugnissen wie BG5, was Größe und Fahrtgebiet betrifft
  • BK3: die früheren Befugnisse in europäischen Gewässern sind erhalten geblieben. B2 ist entfallen und geht im Bedarfsfall in BK3 auf
  • BKü1: entspricht dem früheren Geltungsbereich B1
Baas Chef, Meister, Vermittler, Aufseher
Babystagsegel kleines Vorsegel aus leichten Segeltuch, das an einen Babystag ( kurzes Vorstag) gefahren wird.
Bach Seemannsbezeichnung für jedes Gewässer ob Ozean, Meer oder See
back zurück; die Segel in einer Stellung bringen, dass der Wind von vorne hineinbläst und so die Fahrt des Schiffes gebremst wird; nach hinten, rückwärts, zurück
back stehen Einfall des Windes von der falschen Seite, z.B. beim Backbrassen der Segel, um das Schiff zu bremsen.
Back
  • Esstisch, (Ess) Schüssel
  • Aufbau auf dem Vordeck eines Schiffes, wird auch als Backdeck bezeichnet
Backbord linke Schiffsseite (von hinten, also in Fahrtrichtung gesehen), die Backbordseite wir immer mit rot gekennzeichnet
Backbord-Bug ein Schiff segelt auf Backbord-Bug, wenn der Wind von Steuerbord kommt
Backbord-Halsen das Schiff segelt mit dem Wind von Backbord, und zwar so, dass der Wind nicht achterlich als quer einkommt
backbrassen die Segel gegen die Windseite stellen, um Fahrt aus dem Schiff zu nehmen
Backdeckkreuzer, Backdecker Eine Yacht deren Backdeck von der Pflicht längsschiffs bis zum Bug und querschiffs bis zur Außenhaut auf jeder Seite reicht. Backdecker haben den Vorteil einer weiträumigen Kajüte.
backen und banken Essen fassen und sich auf die Bänke setzen; Marine-Kommando für die Einnahme des Mittagsessens
backholen ein Segel so anholen, dass der Wind von der entgegengesetzten Seite kommt
Backschaft
  • Tischgemeinschaft
  • Aufräumen der Tische (Back), der Messe und der Kombüse nach dem Essen (Küchendienst)
Backschafter Essenholer;  das für die Arbeiten in der Messe abgeteilte Besatzungsmitglied
Backskiste eine in Logis eingebaute Kistenbank, durch ein Klappe von oben zugänglicher Kasten in einer Sitzbank zum Verstauen von persönlichen Gegenständen oder Ausrüstungsteilen
Backsoffiziere Unteroffiziere
Backsquartier die unter dem Vordeck eines Schiffes liegenden Räume
Backstag von einem Mast schräg nach unten gehendes Tau oder Drahtseil zur Verspannung
Badan einmastiges kleines arabisches Segelschiff
Badegast freundlich abwertende Bezeichnung für einen Gast an Bord, der keine seemännische Erfahrung hat und nur zum Spaß mitsegelt
Bändsel kurze, dünne Leine
baff verblüfft sein
Baggala arabisches Segelschiff
Bagienrah  Unterrah  am Kreuzmast
Bagiensegel unteres Rahsegel am Kreuzmast
Baguio Wirbelsturm im philippinischen Raum
Bahamainseln Inselstatt im Atlantischen Ozean
Bahrain Inselgruppe im Persischen Golf
Bai Meeresbucht, Meeresbusen
Bake festes Orientierungszeichen, Seezeichen an Land, für die Seefahrt; z.B. die Kugelbarke
Bakentonne Seezeichen
Balearen Inselgruppe im westlichen Mittelmeer
Balge, Balje Waschfass, Eimer, Fahrrinne, Wasserlauf im Watt
Bali westliche der Kleinen Sundainseln
Balkweger Balken oder Leiste in Längsrichtung am Übergang von Bordwand zum Deck
Ball schwarzes Signal mit kugelförmiger Silhouette
Ballast wertlose Fracht - zum Ausgleich des Tiefgangs eines Schiffes, um ihm Stabilität zu geben
Ballastkiel aus Eisen oder Blei unter dem eigentlichen Kiel von Segeljachten
Ballasttank spezielle Tanks, die mit Meerwasser gefüllt werden und zum Ausgleich der Schiffslage dienen
Ballen rundliche Verpackungsform z.B. für Baumwolle, Kaffee, Tabak
Ballon auch Spinnaker; leichtes, großes, bauchiges Vorsegel auf Jachten (Beisegel)
Balon siamesisches Ruderschiff
Balsa floßartiges Boot ( Floß) der südamerikanischen Indianer aus Binsenbündeln
Bambuse ursprünglich ein ungelernter Seemann, einer der sich zu helfen weis
Bananenschiff ein schnelles Spezialschiff für den Bananentransport (ca. 24 kn). Die Laderäume haben komplizierte Klimaanlagen, da die Bananen sehr empfindlich sind und wegen der richtigen Temperatur und des Feuchtigkeitsgehaltes der Luft dauernd unter Kontrolle stehen müssen
Bändsel dünnes Tauwerk
Bändselgut Tauwerk
Bangbüx Angsthase
Bank
  • Sandbank, Kiesablagerung im Meer oder Fluss;
  • Untiefe;
  • Wolkenbank und Nebelbank, Bezeichnung für dicke, deutlich abgegrenzte Schwaden
Bar alte Maßeinheit des Luftdrucks, heute Hektopascal
Barber-Hauler Beiholer
BARDS Abk. für engl. Baseband Radar Docking System; Funkmeßsystem, das nach dem Radar-Transponder-System arbeitet, mit dem Abstände von Anlegebrücken mit einer Genauigkeit im cm-Bereich gemessen werden können.
Baratterie, Barraterie  Unredlichkeit der Besatzung zum Nachteil von Schiff und Ladung
Barge
  • schwimmfähige Ladungscontainer in Pontonform
  • in der englischen Marine ist eine Barge ein Galaboot für offizielle Anlässe, früher mit 8 bis 12 Ruderern besetzt, heute auch mit Motorantrieb
Bark ein dreimastiges Segelschiff mit nur zwei vollgetakelten Masten, am Besanmast fahren nur Schratsegel.  (früher auch:  vier und  fünf Masten), Rahsegler
Barkantine, Barkentine Barkschoner, Schonerbark. Dreimastiges Segelschiff mit vollgetakeltem Fockmast, während Groß- und Besanmast nur Schratsegel fahren.
Barkarole Ruderboot im Mittelmeerraum
Barkasse großes Motorboot, für Personenverkehr im Hafen, größtes Beiboot auf Kriegsschiffen
Barke
  • kleines Boot ohne Mast, Kahn;
  • zwei- bis dreimastiges vollgetakeltes Segelschiff, das als Handels- und Kriegsschiff verwendet wurde
Barometer Luftdruckmesser, in der Schifffahrt ist nicht der Luftdruckwert, sondern mehr die Tendenz von Interesse. Es lassen sich daraus Aussagen über die Wetterentwicklung herleiten. Heute wird der Luftdruck in Hektopascal angegeben. 1000 hPa (= 1000 mbar) entsprechen 750,06 mmHg
Barre Sandbank, Untiefe an Flussmündungen und Hafeneinfahrten
Barrel Fass, Tonne, internationale Volumenmaßeinheit für Erdöl  (1 Barrel 163,5 Liter, 1 US-Barrel 119 Liter)
Barrierriff Korallenriff vor einer Küste
Barring Gerüst auf dem Oberdeck zur Lagerung von Booten
Basse, Drehbasse kleines Schiffsgeschütz (17. Jh.)
Bathyskaph Tiefseetauchboot, das nach dem Prinzip des freien Schwebens arbeitet.
Bathymeter Tiefseelot
Bauernnacht für den Seemann eine Nacht ohne Wache
Baum ein längschiffs fest angebrachtes Rundholz; z.B. Klüverbaum, Spiere, Ladebaum
Baumaufholer (Faulenzer) Ladegeschirr
Baumfock eine Fock, deren Fläche nicht größer als das Vorsegeldreieck ist.
Baumgei eine Gei, die das seitliche Schwenken eines Baumes verhindern soll, auch Großbaumgei
Baumkurre besondere Form eines Schleppnetzes, das Hauptgerät der Garnelen ( Krabben-) Fischerei in der Nordsee
Baumniederhalter Baumniederholer; kleine kräftige Talje oder verstellbares Metallband am Großbaum, um ihn auf allen Kursen waagerecht halten zu können
Baumstütze senkrechte, einsteckbare Einzelstütze, feste Querstrebe mit zwei seitlichen Stützen, auch Galgen genannt, oder scherenartig zusammenklappbarer Bock (Baumschere) als Auflieger für den Großbaum, wenn das Segel geborgen ist
Baumvorholer eine von der Nock eines Baumes bis auf das Vorschiff geführte Leine, die das waagerechte Schwenken nach von erlaubt; auch Bullentalje
Beachcomber
  • die Brandungswelle
  • Strandläufer; heruntergekommener Seemann; Seemann der sein Schiff verpasst hat
Beaufort (1774-1857) englischer Admiral, der die einheitliche Beobachtung des Wetters auf See einführte. Von B. stammt auch die Bezeichnung des Wetters mit Buchstaben z.B.: b - blue sky/wolkenlos, d - drizzling/Sprühregen usw.
Beaufortskala Windstärkeskala, geht von 0 Beaufort (Stille) bis 12 Beaufort (Orkan); sie wurde 1949 bis Windstärke 17 erweitert, Bft: Abk. für Beaufort
bebunkern ein Schiff mit Brennstoff versehen
befahrene im Seedienst erfahrene Matrosen
befeuern mit Lichtfeuern ausstatten; die Küste, Inseln
Befeuerung Licht- oder Funkanlagen zur Kenntlichmachung von Schifffahrtswegen
befluten unter Wasser setzen
befrachten ein Schiff mit Fracht beladen
Bft Abk. für Beaufort, für die Windstärke
Beiboot zu einem Schiff gehörendes Boot
Bei dem Winder ein Schiff, das hoch am Wind segelt
beidrehen die Fahrt verlangsamen; z.B. beim Sturm, das Schiff macht kaum noch Fahrt und liegt geschützt gegen Seeschlag (abwettern)
Beifang Sammelbezeichnung für Fische und Meerestiere, die mitgefangen, aber nicht zur Speisezwecken verwendet werden.
beifangen lose Gegenstände und Tauwerk zurren
beihieven das vordere Teil eines Schleppnetzes nach Beenden des Schleppprozesses etappenweise an Deck holen.
Beihiever Seil mit Haken zum Beihieven von Schleppnetzen (Fischerei)
Beiholer eine kurze Leine. Sie dient um stehendes oder laufenden Gutes heranzuholen oder abzuhalten
beiliegen beigedreht im Sturm liegen und bessere Wetterbedienungen abwarten
beim Winde mit Wind aus vorderlichen Richtungen segeln. Segelstellung, bei welcher der Wind schräg von vorne kommt. Vergleiche mit "am Wind"
Beischiff Hilfsfahrzeug in einem größeren Schiffsverband
Beisegel kleines Stagsegel, das nur bei wenig Wind zur Beschleunigung der Fahrt eingesetzt wird; z.B. Ballon, Genua, Spinnaker, als Sturmsegel das Trysegel
beisetzen zusätzlich Segel aufziehen
bekalmen in den Windschatten einer Steilküste oder eines anderen Schiffes kommen
bekneifen eine Leine bekneift sich, wenn sie sich durch einen Rundtörn selbst fest klemmt, solange Zug auf ihr steht.
belegen Tauwerk, Trosse an einen Poller oder Klampe festmachen
Belegnagel ein hölzerner oder metallener Pflock  zum Belegen von Tauwerk in einer Nagelbank
Belt zwei Meeresstraßen (Großer, Kleiner Belt), bilden zus. mit dem Sund die Verbindung zw. Ost- und Nordsee
bemannen ein Schiff mit einer Besatzung versehen
Bemannung Besatzung
bemasten mit einem Mast versehen
benept wegen zu niedrigen Gezeitenwasserstandes im Hafen festliegen
Beplankung Bekleidung der Spanten mit Holz (Planken)
bergen ein gestrandetes Schiff abschleppen oder freimachen; Ladung aus einem in Gefahr befindlichen Schiff bergen;  Segel bergen, einholen
Bergholz besonders starke Planke längs der Schiffsseite
Bergung Schiffsbergung nach einer Havarie, Im Schifffahrtsrecht die Rettung eines Schiffes oder seiner Ladung aus Seenot, wenn die Besatzung die Gewalt über das Schiff verloren hat.
Bergy Bits (engl.) Von Eisbergen abgebrochene große Eisstücke, 1-5m aus der See herausragend.
Beringmeer nördlichstes Randmeer des Pazifik
Bermuda Race 1906 erstmals auf der Strecke New York - Bermuda Islands ausgetragene Hochseeregatta. Daraus wurde das traditionelle Hochseerennen, welches nun alle 2 Jahre von Newport, Rhode Island nach den Bermudainseln veranstaltet wird. Die Distanz beträgt 647 Seemeilen.
Bermudadreieck Teil des Atlantiks, in dem sich auf ungeklärte Weise Schiffs u. Flugzeugunglücke häufen
Bermudas Inseln im Atlantik
Besan Gaffelsegel am hinteren (achteren) Mast (bei Segelschiffen, speziell Yawl und Ketsch)
Besanbaum Rundholz unter dem Besansegel; auch Giekbaum
Besanmast hinterster Mast  eines Segelschiffes (Kreuzmast)
Besanschute einmastiges Küstensegelschiff
Besanschot an! Bezeichnung für einen Umtrunk nach schwerer Arbeit auf Segelschiffen  (Ausruf)
Besanwanten Wanten die den Besanmast halten
Besatzung Personal von Schiffen
Beschläge Sammelbegriff für alle Ausrüstungsteile von Segelbooten aus Metall und Kunststoff am Bootsrumpf und an der Takelage.
besegeln die Meere besegeln, kreuzen
Besteck Schiffsort auf See nach geographischen Koordinaten. Man unterscheidet a) nach das gegißte B., b) das terrestrische B., c) das astronomische B., d) das B. auf der Grundlage von Funkortung.
Besteck machen den Standort eines Schiffes auf hoher See bestimmen
Bestmann erfahrender Seemann ( Vollmatrose), der auf Küstenschiffen den Schiffsführer vertritt
betakeln mit Takelwerk versehen, Segel aufziehen
Betakelung Takelwerk, Segel
Beting auf dem Oberdeck angebrachte, senkrecht stehende Hölzer für die Befestigung der Ankertrossen
betonnen ein Fahrwasser durch Seezeichen bezeichnen, markieren
Betonnung Sammelbezeichnung für alle der Sicherheit der Schifffahrt dienenden schwimmenden Seezeichen, mit denen Fahrwasser, Untiefen und Schifffahrtshindernisse markiert werden.
betüttern umsorgen, sich einen Schwips antrinken
betüttert beschwipst
Bewuchs Algen und Muscheln am Schiffsrumpf unterhalb der Wasserlinie
bezahlte Hände Mitglieder der Besatzung einer Yacht, die gegen Bezahlung an Bord sind.( Navigator, Bootsmann, Koch)
Bickbeerenschweiz Küstenhinterland
Big Boy engl. Bez. eines Beisegels das auf dem Vorwindkurs auf Hochseerennyachten neben dem normalen Spinnaker in Lee des Großsegels gesetzt wird.
Bilge Kielraum, in welchem sich das Leckwasser, Schmutzwasser sammelt; der unterste Raum eines Schiffes (zwischen Kiel und Bodenbrettern)
Bilgewasser Leckwasser im Kielraum (Bilge)
Bille Rundung des Schiffshecks
Billigflagge abwertende Bezeichnung von Flaggenstaaten, die den Reeder günstige Bedingungen (z.B. Steuern) bieten
Bin
  • Behälter
  • durch Staulatten oder Querschotte abgeteilter Raum
binnenbords innerhalb eines Schiffes
Binnenfischerei gewerblicher Fischfang in Binnengewässern
Binnengewässer stehende und fließende Gewässer (Flüsse), Seen, Meere des Festlandes
Binnenland meerferne Teile des Festlandes, Küstenland
Binnenmeer weitgehend von Land umgebener Meeresteil
Binnenschifffahrt Schifffahrt auf Flüssen, Binnenseen, und Kanäle
Binnenschiffer Kapitäne und Eigner die mit ihren Fahrzeugen auf Binnengewässern fahren
Binse eine grasähnliche Ufer- und Sumpfpflanze
Bireme antikes Ruderschiff mit zwei Ruderreihen
Biskaya kurz für Golf von Biskaya, Bucht des Atlantiks
Bismarckarchipel Inselgruppe nordöstlich von Neuguinea
Black Frost völlige Vereisung der Schiffe bei Sturm mit Gefahr des Kopflastigwerdens und Kenterns. Besonders gefürchtet an den Südküsten Grönlands und Islands, aber auch am Rande der Antarktis
Blanker Hans Bezeichnung für die drohende Nordsee, wenn Sturmfluten die Deiche bedrohen und somit die Bevölkerung hinter dem Deich gefährden. Ausruf: der blanke Hans kommt
blaue Jungs Marinesoldaten
Blaubüdel Schiffszimmermann (kommt von der blauen Arbeitsbluse des Zimmermannes)
Blauer Peter Signalflagge (Buchstabe P), zeigt die Absicht des Schiffes an, in See zu stechen (innerhalb der nächsten 24 Stunden); früher: Alle Mann an Bord.
Blaues Band Blaues Band des Ozeans; sinnbildliche Trophäe für das schnellste Passagierschiff in der Nordatlantik-Überquerung (Europa-Amerika)
Blaufeuer nächtliches Schiffssignal  zur Anforderung eines Lotsen
Blaujacke früher als unseemännisch geltende Bezeichnung für das Mannschaftspersonal der Marine; heute allgemeinsprachlich als umfassende Bezeichnung für alle Marineangehörigen verwendet.
Blasentang Braunalge der kälteren Meere
Blatt flacher, ins Wasser zu tauchender Teil des Riemens
Blaufeuer nächtliches Signal zur Anforderung von Lotsen, auf hoher See Notsignal
blinder Passagier Passagier, der heimlich an Bord geht und mitfährt, ohne die Passage zu bezahlen
Blindschlagen Schiffs-Schraube, die teilweise oder ganz aus dem Wasser ragt, infolge unrichtiger Ballastverteilung oder Leck.
Blinkfeuer Seezeichen, Leuchtfeuer  zur Standortbestimmung für Schiffe, auch Blitzfeuer
Blip Leuchtfleck, Echozeichen. Der aufleuchtende Punkt des empfangenen Impulses auf dem Bildschirm des Radarempfangsgerätes.
Blitz scherzhafte Berufbezeichnung für den Bord-Elektriker
Blitzfeuer Leuchtfeuerkennung
Blizzard Orkanartiger Schneesturm aus nördlichen Richtungen an der nordamerikanischen Ostküste.
Bloaters englisches Erzeugnis aus frischen Heringen, die 2-3 Tage trocken gesalzen und danach 10-12 Stunden kaltgeräuchert wurden
Block Rolle in einem Holz oder Stahlgehäuse zum Durchlaufen des Taues oder Stahlseiles
Blockade Seesperre, Absperrung der Seewege
Blockwerk nennt man die Holz- und Eisengehäuse, in denen hölzerne oder eiserne Rollen oder Scheiben laufen, über die die Drähte oder Taue geführt werden; z.B. zum Löschen und Laden
Blüse Leuchtfeuer, Vorgänger der Leuchttürme
Boating
  • jede Art von Bootssport, Rudersport, Segelsport; Titel von Zeitschriften für den Wassersport
  • im Englischen eine einfache Kahnfahrt, Beförderung auf Booten; eine Anzahl von Booten als Sammelbegriff
Bö, Böe einzelner, kurzer, heftiger Windstoß
Bobby Hebeseil auf Seitenfänger ( Trawler) zum Hieven des Steertbeutels mit Fang über das Schanzkleid.
Bober schwimmendes Seezeichen
Bodden Flache, überflutete Grundmoränengebiete insbesondere im Bereich der südlichen Ostseeküste. Infolge der geringen Wassertiefen sind Bodden nur für Schiffe mit geringem Tiefgang befahrbar
Bodenwrange Querverbände im unteren Teil des Schiffsrumpfes, welche die Spanten verbinden
Bohrwürmer Eine Muschelart, die sich mit raspelartigen Zähnen in das Holz des Unterwasserschiffes eingräbt und diesen zerstört. Wachstum und Aktivität der Bohrmuschel werden durch die Wassertemperatur, den Salzgehalt und die Verschmutzung des Wassers  (z.B. Hafenwasser in tropischen Meereshäfen) beeinflusst. In den früheren Zeiten wurden Holzschiffe durch Kupferplatten dagegen geschützt.
Boje verankerter Schwimmkörper zum Kennzeichnen des  Fahrwassers oder von Gefahrenstellen
Bojer, Boeijer kleines einmastiges Segelschiff für Küstengewässer mit Gaffelsegel und Seitenschwert
Bojereep Das Tau, mit dem eine Boje am Anker festgemacht ist
Bollwerk, Bohlwerk Kaianlage aus Holz
Boot kleines, offenes oder nur abgedecktes Schiff mit Riemen, Motor oder einfache Besegelung
Bootsdavid Aussetzvorrichtung für Rettungsmittel ( Rettungsboote)
Bootsdeck ist das Deck wo sich die Rettungsboote befinden
Bootsgast Matrose im Bootsdienst
Bootshaken lange Holzstange mit einer hakenähnlichen Stahlspitze, dient zum Heranholen an das Schiff oder an eine Einrichtung an Land sowie zum Abstoßen des Bootes von diesen
Bootsmann Dienstrad bei der Bundesmarine: Feldwebel; erfahrener Seemann und Vorgesetzte des Deckpersonals, an Land mit dem Meister vergleichbar. In der Handelsschifffahrt ist die Fortbildung zum Bootsmann 1978 eingestellt worden. Der Bootsmann ist jetzt der Schiffsbetriebsmeister, der für Deck und Maschine zuständig ist.
Bootsmannsnaht ist die Naht, die zum Zusammennähen von Rissen in Segeln bezeichnet wird
Bootsmannsmaat Marineunteroffizier: Maat
Bootsmannsmaatenpfeife Bootsmannpfeife; eine Signalpfeife für Befehle auf  Schiffen, aber auch zur Ehrenbezeugung z.B. Seite pfeifen, wenn der Kapitän an Bord kommt (Bundesmarine)
Bootsmannstuhl ein Sitzbrett, das für Arbeiten im Mast oder am Schiffsrumpf benutzt wird
Bora kalter, heftiger Fallwind aus nordöstlichen Richtungen an der Ostküste der Adria
Bord oberste Kante des Schiffsrumpfes, an Bord gehen: auf das  Schiff gehen, sich einschiffen
Bording In Danzig und im östlichen Ostseeraum gebräuchliche Bezeichnung für Leichter, der eine Ladung zu Schiffen brachten, die auf Reede lagen.
Bordbuch Schiffstagebuch
Bordfunker ein Funker, der seinen Dienst auf einem Schiff vollbringt; heute gibt es keine Bordfunker mehr, die Aufgaben übernimmt jetzt der Nautiker.
Bordpäckchen ältere Uniform, die nur noch zur Arbeit getragen wird; spezielle Bordbekleidung bei der Marine
Bordzeit Dauer der von den Seeleuten an Bord verbrachte Zeit
Bore Flutwelle in trichterförmigen Flussmündungen
Botter flachbodiger, halb eingedeckter holländischer Bootstyp von 9 bis 15m Länge. Ursprünglich reines Fischereifahrzeug, heute als Yacht nachgebaut.
Bottelier Auf Marineschiffen der Kantinenverwalter
Bovo sizilianischer Küstensegler
Brack kleiner See, Tümpel
Brackwasser mit Salzwasser vermischtes Süßwasser, im Mündungsgebiet von Flüssen
Bragozza Fischerfahrzeug im Mittelmeer
Bram zweite über dem Obermast befindliche Verlängerung des Mastes sowie deren Takelung (Bramsegel)
Bramsahling Sahling, Platz für den Ausguck
Bramsegel drittes Rahsegel von unten gezählt. Es gibt Vorbramsegel, Großbramsegel, Kreuzbramsegel; außerdem doppelte Bramsegel. Ober- und Unterbramsegel sind das 3. und 4. Segel von unten. Ist das Marssegel geteilt, so sind Ober- und Unterbramsegel das 5. und 4. Segel von unten
Bramstenge jüngste Bildung der Bram  mit der Takelung (Bramsegel); der oberste Teil eines Mastes
Brandabschnitt Räumlicher Bereich eines Schiffeskörpers oder eines Aufbaus, der durch feuerfeste oder feuerhemmende Trennflächen von angrenzenden Brandabschnitten abgegrenzt ist.
Brandung das Sichüberstürzen der Meereswellen bei geringer Wassertiefe
Brasse Tau zum Stellen der Segel, zum Drehen und Festhalten der Rahen
brassen die Segel mit  der Brasse nach dem Wind drehen (schwenken)
Brassfahrt sehr schnelle Fahrt
Brasswinde Winde, erleichtert die Bedienung der Brasse; auch Brasswinsch
Bratspill kleinere Winde mit senkrechter Achse
Brave Vierziger Bezeichnung für beständige, starke bis stürmische oft auch orkanartige Westwinde zwischen 40º und 50 º Breite auf der Südhalbkugel, die einen hohen, voll entwickelten Seegang hervorrufen; auch Brüllende Vierziger
brechen
  • das Auseinanderreißen von Draht, Fasertauwerk und Ketten, wenn die Bruchlast überschritten wird.
  • das Brechen der Wellen (ab Windstärke 4)
Brecher Woge mit überstürzendem Kamm, Sturzsee
Breite
  • Abstand vom Äquator, nördliche Breite, südliche Breite; Entfernung eines Ortes vom Äquator
  • Beim Schiff das Breitenmaß, das bei Holzschiffen über die Außenhaut an der breitesten Stelle, bei Stahlschiffen über die Spanten gemessen wird. Zur Breite "über Alles" würden dann noch die Außenhaut und eine etwaige Scheuerleiste hinzukommen
Breitfock einfaches Rahsegel auf sonst mit Schratsegeln ausgerüsteten Schiffen
Breitengrad Streifen der Erdoberfläche zwischen zwei Breitenkreisen, die sich um 1° unterscheiden
Breitenkreis Verbindungslinie aller Punkte gleichen Abstandes vom Äquator, auch Parallelkreis genannt
Breitseite Seitenfläche eines Schiffes, bei Kriegsschiffen: gleichzeitiges Abfeuern aller nach einer Seite geschwenkten Geschütze
Brigantine leichtes, zweimastiges Segelschiff mit nur einem Gaffelsegel am hinteren Mast;  auch Schonerbrigg; früher Raubschiff
Brigg Segelschiff mit zwei voll getakelten Masten (Groß- und Fockmast)
Briggschoner Schonerbrigg
Brise leichter, kühler Wind, steife Brise bis etwa 5 Beaufort
Broker Schiffsmakler
Brooke Lastaufnahmemittel aus Draht, Tauwerk oder mit Tauwerk verstärktem Segeltuch zur Bildung von Ladeeinheiten im Stückgutumschlag.
Brottank die wasserdichte Blechdose, die, mit Hartbrot gefüllt, sich in jedem Rettungsboot befindet.
BRT Bruttoregistertonne; Raummaß für die Vermessung von Seeschiffen, gemessen in Registertonnen des gesamten geschlossenen Schiffsraums einschließlich der Aufbauten. 1 BRT: 2,832 m³ (heute nicht mehr gebräuchlich)
Brücke Kurzform für Kommandobrücke
Brückennock zu beiden Seiten der Kommandobrücke  herausragende Anbauten. (Backbord- oder Steuerbordnock)
Brüllende Vierziger die Regionen der Westwinddrift zwischen 40° und 50 ° S, in denen anhaltende Stürme aus West vorherrschen, die den Segelschiffen schwer zu schaffen machten oder schnelle Reisen bescherten
Brummelhaken ein Clip, der als Schnellverbindung für Leinen dient. (Flaggenclip)
Brummer (engl. Growler) Von Eisbergen abgebrochene kleinere Eisstücke, die weniger als 1m aus der See herausragen ( „Brummer" nach dem Geräusch beim Aus- und Abtauchen in der See)
Bruttoraumgehalt (eines Schiffes) Der nach den Vermessungsregeln errechnete Gesamtinhalt des Schiffsraumes unter dem Hauptdeck bzw. Vermessungsdeck und der von Bord zu Bord reichenden Aufbauten. Diese Vermessung des Raumgehaltes geschieht, um eine Grundlage zu haben für Abgaben, wie Hafen- und Kanalgebühren usw., die das Schiff zahlen muss. Diese Gebühren werden nun aber nicht nach dem ganzen Schiffsraumgehalt gezahlt, sondern lediglich nach dem Teil dieses Raumes, mit dem der Reeder unmittelbar Geld verdient, also dem Laderaum, dem Raum für die Passagiere. Es werden vom Bruttoraum daher für die Maschinen, die Besatzung usw. beanspruchten Räume abgezogen. Was übrig bleibt, ist der zu besteuernde Nettoraumgehalt.
Bruttoraumzahl (BRZ) Maßeinheit für das Volumen eines Schiffes; internationale Bezeichnung: Gross Tonnage (GT), die sowohl BRZ als auch BRT bedeuten kann..
Bruttoregistertonne (BRT) altes Maß für den von einem Schiff einschließlich seiner Aufbauten umschlossenen Raum
Bruttotonnage Früher Angabe des Rauminhalts von Schiffen in Bruttoregistertonnen (1 BRT = 2,83 Kubikmeter). Nunmehr Angabe als Bruttoraumzahl (BRZ). Hierfür wird umbauter Raum in Kubikmetern mit einem Faktor multipliziert, so dass BRZ und BRT bei den meisten Schiffen zahlenmäßig ähnlich sind.
BSH Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Bucentauer venez. Prachtgaleere
Bucentoro venez. Prachtgaleere
Bucht
  • ins Land vordringender Meeresteil
  • Krümmung eines Schiffdecks quer zur Längsrichtung des Rumpfes
  • Rolle von Tauwerk
Buchten legen legen von Tauwerk in sauberen Reihen
Buddel Flasche
Buddelschiff Segelschiff in einer Flasche, erfordert große Fingerfertigkeit zur Herstellung, maritimes Souvenir
Büdelneiher Scherzname für Segelmacher
Bug vorderer Teil von Schiffen, dort vorderster Teil des Vorschiffes
Bugflagge siehe Gösch
Bugkorb Reling (Schutzgeländer) am Bug von Segeljachten
Bugmann auf der vorderen Ducht eines Kutters sitzender Ruderer; Schlagmann
Bugsee am Bug eines fahrenden Schiffs entstehende Welle, die sich seitlich ausbreitet; Bugwelle
bugsieren ein Schiff in Schlepptau nehmen, ein Schiff mit Geschicklichkeit in die gewünschte Richtung bringen
Bugsierer kleiner Schleppdampfer, Schlepper, Bugsierschlepper, Hafenschlepper
Bugspriet über den Bug vorstehendes Holz (Spiere), die den Klüver  und das Toppstag trägt; auch Klüverbaum
Bugstag nach beiden Seiten führende Taue zum Abstützen des Bugspriets und des Klüverbaums
Bugstrahlruder erleichtert das Manövrieren eines Schiffes. Er ist in der Regel ein elektrisch angetriebener Propeller
Bugvisier hochklappbares Bugteil auf  RoRo-Fähren
Bugwelle Bugsee, die von einem Schiff am Bug aufgeworfene Welle; auch Bugwasser
Bugwulstschiff seegehendes Schiff, bei dem zur Verminderung des Schiffswiderstandes und zur Schaffung zusätzlichen Auftriebs ein Bugwulst angeordnet ist
Buhne ein rechtwinklig zur Küste bzw. Stromrichtung in das Wasser hineingebautes Hindernis (Damm), um die Strömung und Brandung zu brechen und dabei das Abtragen von Sand weitgehend zu unterbinden; auch Stack
Bukanier Seeräuber im Karibischen Meer (17. Jh.)
Bulb am Bug von Schiffen (Bugwulstschiff) zur Verbesserung der Fahreigenschaften.
Bulin, Buline Haltetau für Rahsegel
Bulkcarrier Frachtschiff für Massengut (Schüttladung wie Kohle, Getreide); auch  Bulkfrachter, Bulkschiffe, Massengutschiff
Bulker Frachter für Bulkladung (Massengut, wie Getreide, Erz und Kohle)
Bulkladung Schüttgut (Getreide, Erz und Kohle)
Bull, John Scherzname für den Engländer
Bullauge Bulleye;  kleines rundes Fenster in der Bordwand eines Schiffes
Bullenstander Eine Leine, die das unbeabsichtigte Übergeben des Segels  (auf die andere Seite) verhindern soll
Bultsack früher für Seemannsmatratze
Bum zweimastiges arabisches Segelschiff
Bumboot kleines Händlerschiff zur Versorgung größere Schiffe
Bundesmarine übernimmt mit ihren Fahrzeugen den Schutz der deutschen Interessen im Verteidigungsfall, die Schiffe werden aber auch für Hilfs- und Rettungsaktionen eingesetzt.
Bunge reusenförmiges Fischernetz
Bunk (engl.) Koje; Schlafplatz an Bord
Bunker Kohlenraum im Dampfschiffen
bunkern Übernahme von Treibstoff, Wasser und andere Vorräte für die Reise
Bünn Raum eines Fischereifahrzeuges, der durch zahlreiche Öffnungen ständig geflutet wird. Er dient zum Aufbewahren lebender Fische.
Bunsch in gleichmäßigen Buchten aufgeschossenes Tauwerk
Büse Fischerboot zum Heringsfang
Bureau Veritas französische Klassifikationsgesellschaft
Bussolle Magnetkompass