A-Patente früher nautische Befähigungsnachweise, wurden auf einer Seefahrtsschule zur Führung eines Schiffes erworben. Es wurden sechs Patente unterschieden:
  • A1: Schiffer auf Küstenfahrt
  • A2: Steuermann auf Kleiner Fahrt
  • A3: Kapitän auf Kleiner Fahrt II
  • A4: Kapitän auf Kleiner Fahrt I
  • A5: Seesteuermann auf Großer Fahrt
  • A6: Kapitän auf Großer Fahrt
  Seit 1970 gibt es nur noch Befähigungszeugnisse.
  • AG: Kapitän mit der Befugnis zum Führen von Fracht- u. Fahrgastschiffen jeder Größe in allen Fahrgebieten. Wahrnehmen der Aufgabe eines 1. nautischen Schiffsoffiziers.

  • AGW: Nautischer Schiffsoffizier mit der Befugnis zum Wahrnehmen der Aufgaben eines 2. nautischen Offiziers auf Fracht- und Fahrgastschiffen jeder Größe in allen Fahrgebieten.

  • AK: Kapitän mit der Befugnis zum Führen von Frachtschiffen bis BRZ 4000 in der Mittleren Fahrt und von Fahrgastschiffen bis BRZ 3000 in der Küstenfahrt. Wahrnehmen der Aufgaben eines 1. nautischen Schiffsoffiziers.

  • AKW: Nautischer Schiffsoffiziers mit der Befugnis zum Wahrnehmen der Aufgaben eines 1. nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen bis BRZ 3000 in der Mittleren Fahrt. Wahrnehmen der Aufgaben eines 2. Nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen bis BRZ 4000 in der Mittleren Fahrt.

  • AM: Kapitän mit der Befugnis zum Führen von Frachtschiffen bis BRZ 8000 in allen Fahrgebieten und Fahrgastschiffen bis BRZ 4000 in der Küstenfahrt. Wahrnehmen der Aufgaben eines 1. und 2. nautischen Schiffsoffiziers.

  • AMW: Nautischer Schiffsoffizier mit der Befugnis zum Wahrnehmen eines 2. nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen bis BRZ 8000 in allen Fahrtgebieten und Wahrnehmen der Aufgaben eines 3. nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen jeder Größe in allen Fahrtgebieten.

  • AN: Kapitän mit der Befugnis zum Führen von Frachtschiffen von weniger als BRZ 300 in der Nationalen Fahrt.
Aak, Aake flachbodiges niederrheinisch- friesländisches Segelfahrzeug für Fracht und Fischerei. Die Schiffe sind als Slup oder Ketsch getakelt und haben Seitenschwerter.
Aale, Speckaale (seem.) sind eingeölte Rohre, Langeisen, die meist in Bündel auf Schiffen verladen werden; bei der Marine werden auch Torpedos so bezeichnet (Aale)
A.B. Able Bodied. Bezeichnung in den Schiffspapieren für Vollmatrose
abbacken Abräumen des Tisches (Back) nach einer Mahlzeit
abbergen Übernahme von Personen, Ladung und Ausrüstung von einem in Seenot befindlichen Schiff. Zur Übernahme  werden Rettungsboote oder Seenotfahrzeuge eingesetzt. Die Übernahme kann auch mittels einer Leinenverbindung erfolgen.
abbrassen Die Segel einziehen, auch eine Rahe durch zu starkes Anziehen der Segel brechen; oder die Rahen werden derart gedreht, dass sie etwas mehr in die Längsschiffsrichtung zu liegen kommen.
abbringen ein auf Grund gelaufenes Schiff durch Krängen, Leichtern oder Abschleppen wieder flott machen
abdrehen Schiffskurs so ändern, dass man sich entfernt
Abdrift, Abtrift durch Wind oder Strömung hervorgerufene Kursabweichung (seitliches Versetzen eines Bootes)
Abendwache Diejenige Wache, die von 20.00 bis 24.00 Uhr läuft.
abfaden Ein Fahrwasser ausloten, wobei der Faden ( 1,83m) als Maß genommen wird.
abfallen Segelschiff so drehen, dass der Wind mehr von achtern kommt (aus der Windrichtung nach Lee herausdrehen);  Gegenteil von anluven; den Winkel zwischen Windrichtung und Kurs des Schiffes vergrößern.
abfieren an einen Tau herunterlassen ( z.B. das Rettungsboot)
abflauen zurückgehen der Windstärke, nachlassen des Windes
Abgaspfosten Schornstein eines Schiffes, früher Dampf, jetzt Abgase aus dem Maschinenraum
abgreifen eine Entfernung auf der Seekarte mit dem Zirkel messen
ablandig vom Lande her wehend oder strömend (Gegenteil von auflandig)
Ablaufbahn Die meist hölzerne Schlittenbahn, auf der die Ablaufschlitten und damit das Schiff beim Stapellauf (Ablauf) zu Wasser gelassen wird.
ablaufen
  • Das Zuwasserlassen eines neuerbauten Schiffes von der Helling;
  • Das Wasser läuft ab mit dem Ebbstrom
ablaufendes Wasser ist dasselbe wie Ebbstrom, der das Fallen des Wasserspiegels im Gefolge hat.
ablegen Landungssteg oder Boje verlassen
Ablenkung Fehlanzeige des Magnetkompasses gegenüber der Anzeige des magnetischen Nordpols
abloten In einem bestimmten Gebiet die Wassertiefe (durch Lotung) feststellen; auch ausloten
Abmessungen werden die Hauptabmessungen eines Schiffes genannt, wie Länge, Breite, die Seitenhöhe und Tiefgang.
abmustern das Heuerverhältnis lösen, den Dienst aufgeben, entlassen
abreiten Vor Anker liegend einen Sturm überstehen (zu diesem Manöver wurden Segelschiffe bei ablandigen Winden gelegentlich gezwungen) oder abwettern.
ABS
  • American Bureau of Shipping, amerikanische Klassifikationsgesellschaft
  • Acrylnitril-Butadien-Styrol. Thermoplastischer Kunststoff, der u. a. für die fabrikmäßige Herstellung kleinerer Boote verwendet wird
absacken langsam sinken oder stromabwärts treiben
Abschiedssignal Flagge "P" (Blauer Peter) setzt ein Schiff, das binnen 24 Stunden ausläuft
abschlagen Lösen der Segel von Rahen und Spieren (abnehmen der Segel, Gegenteil von anschlagen)
Absegeln Abschluss der Segelsaison durch eine letzte gemeinsame Veranstaltung der Sportsegler
absegeln eine Strecke unter Segel abfahren
abtakeln Das Takelwerk von einem Schiff entfernen (Segel bergen, Taue, Masten und Zubehör); Gegenteil von auftakeln
Abteilung Der Raum zwischen zwei wasserdichten Schotten
Abtrift durch Seitenwind hervorgerufener Leeweg eines Schiffes
abweichen vom Kurs abweichen
abwettern Einen Sturm oder auch nur eine Bö auf See durch geeignete Manöver überstehen; beidrehen
Abwind absteigender Luftstrom
abwracken ein Schiff verschrotten
Achter größtes Sportruderboot  (17,50 m lang, 60 und 85 cm breit) für 8 Ruderer und einen Steuermann
Achteraus Nach hinten, hinter dem Schiff; Gegenteil von voraus
Achteraussegeln Verpassen der Abfahrt eines Schiffes durch ein Besatzungsmitglied
Achterdeck Hinterdeck eines Schiffes
Achtergäste wurden auf dem Segelschiff der Kapitän, Offiziere und auch Steuerleute genannt, weil sie ihre Unterkunft immer im achteren Teil des Schiffes hatten
Achterholer Beim Spinnaker diejenige Leine, die von der Nock des Spinnakerbaumes nach achtern an Deck läuft.
achterlastig hinten tiefer liegend als vorn
Achterleine Diejenige der vier bei jedem längs eines Kais liegenden Schiffes erforderlichen Festmacherleinen, die vom Heck aus schräg achteraus zeigt; wird auch als Heckleine bezeichnet
achterlich alles, was sich zwischen querab und der Kiellinie eines Schiffes befindet; von hinten kommend
achterliche See ist diejenige See, die genau in der Fahrrichtung des Schiffes läuft
Achterliek die hintere Kante eines Segels
Achtermast nicht immer der hinterste, sondern bei Viermastschiffen der dritte von vorn
Achtern Das Heck des Schiffes, wird auch Achterschiff oder Achtersteven genannt;  hinten
achtern hinten
Achterschiff Hinterschiff, der hintere Teil eines Schiffes; auch Achtersteven
Achtknoten ein Stopperknoten, der verhindert, das ein Tampenende durch ein Block rutschen kann
Achterspring Festmacherleine, die von Heck aus schräg nach vorne zeigt. Sie könnte am selben Poller ( an Land) festgemacht sein, an dem auch die Vorspring fest ist.
Achterstag heißt der Stag, das den Mast nach hinten stützt, aber fest ist
Achterstagspanner Eine Vorrichtung zum Spannen des Achterstags und damit zum Trimmen des Riggs. Bei Jollen und kleineren Yachten mit Hilfe einer Spannschraube, einen Spannhebel oder eine Talje. Auf größeren Yachten ein Handspanner oder eine Hydraulik
Achtersteven hinterer Abschluss eines Schiffes
Admiral See(Marine)offizier im Generalsrang, Flottenbefehlshaber
Admiral's Cup, Amerika-Pokal internationale Regatta-Trophäe, wird alle 2 Jahre ausgetragen
Admiralität
  • Gesamtheit der Admirale
  • oberste Kommando- und Verwaltungsstelle der Kriegsmarine
Admiralitätsanker veraltete Bezeichnung für Stockanker
Admiralitätskarte Die von der Admiralität, von der Marineleitung, herausgegebenen Seekarte.
Admiralstab oberste Leitung der Kriegsmarine
Affenfaust Knoten, Beschwerung eines Tampens, um ihn weiter werfen zu können
Affenschwanz nennt der Seemann den kleinen Flaggengalgen aus Eisen, der auf großen Seglern oftmals als kleiner Flaggenstock an der Gaffelnock, auf  Motorseglern als kleine feste Flaggengaffel am Besanmast zu finden ist.
Agent Schiffsmakler
Ahming  Markierung am Vorder- oder Hintersteven eines Schiffs (zum Teil auch mittschiffs) zur Bestimmung des Tiefgangs; Messeinteilung: Dezimeter oder Fuß, beginnend am Kiel.
Ahoi früher gebräuchlicher Anruf  eines Schiffes (z.B. Schiff ahoi, Boot ahoi)
A.K. äußerste Kraft
Aktionsradius die halbe Reichweite eines Schiffes ohne neu bunkern zu müssen (Brennstoff, Proviant usw.)
Aktivruder Steuerruder mit eingebautem Hilfspropeller zur Verstärkung der Ruderwirkung auf Schiffen
Albis der lateinische Name für den Fluss "Elbe"
Aldislampe Handmorselampe nach dem Hersteller A. Aldis benannt.
Aleuten Inseln zwischen Beringmeer und Pazifischen Ozean
Alge wurzellose Wasserpflanze, Seegras, Seetang,
Alle Mann! Manöver bei schwerem Wetter, wenn alle Männer auf die Stationen müssen. Englisch: "all hands"
der Alte Bordbezeichnung für den Kapitän
Alte Liebe So heißt die Aussichtsplattform zur Elbe / Nordsee in Cuxhaven. Früher Anlegesteg für die Seebäderschiffe zu den Inseln.  Der Name " Alte Liebe" kommt von einem Schiffswrack  mit den Namen Oliva der dort zur Befestigung versenkt wurde. Die Cuxhavener nannten ihn "Olief", ins Hochdeutsche übersetzt: "Alte Liebe".
Altweiberknoten schlechter Seemannsknoten
am Wind Die äußere Lage, in der ein mit dem Wind schräg von vorn segelndes Schiff noch Fahrt voraus macht. Der Wind trifft schräg von vorne auf Segel.
Ammeral Segeltucheimer zum Heraufholen von Wasser, auch als Admiral bezeichnet
Amphitrite grie. myth. Tochter des Meeresgottes Nereus und der Thetis. Als Gemahlin des Poseidon, die Beherrscherin der Meere.
anbrassen die Rahen in Längsrichtung bringen
Anciennitätsprinzip Festlegung einer Reihenfolge nach dem Alter, wenn mehrere Leute gleichen Dienstranges an Bord sind. Es spielt vor allem im militärischen Bereich eine Rolle.
Anderthalbmaster zweimastige Schiffe, auf denen der kleinere Mast hinten steht; zu ihnen gehören Ewer, Tjalken, Ketsch und Yawl
andirken das Durchsetzen der Dirk, um die Nock des Großbaums anzuheben
Anemometer Windmessgerät, Windmesser; Bestimmung der Windgeschwindigkeit
Aneroidbarometer Luftdruckmesser
Anfangsstabilität Stabilität eines Bootskörpers bei geringer Kränkung
anfunken mittels Funkspruch anrufen, aufmerksam machen
Angel Rute für den Fischfang
angeln mit der Angel Fische fangen
anheuern für den Dienst auf einem Schiff verpflichten, Arbeitsvertrag
anhieven anheben
anholen Eine Leine, einen Festmacher holen (ziehen), fester anspannen; Gegenteil von auffieren, fieren
Anker Doppelhaken zum Festmachen von Schiffen am Grund des Gewässers, vor Anker gehen, liegen. Ankerformen: Patentanker, Stockanker, Danforth-Anker, Draggen und Pflugschar-Anker
ankern vor Anker liegen, das Schiff ankert in einer Bucht, den Anker auswerfen
Ankerball kugelförmiger schwarzer Signalkörper, der anzeigt, dass ein Schiff vor Anker liegt.
Ankerboje ein Schwimmkörper auf dem Wasser, der die Stelle des Ankers markieren soll
Ankergeschirr Sammelbezeichnung für Anker und Ankerketten eines Schiffes
Ankerkette die Kette (meist aus Eisen) an einem Anker
Ankerklüse Öffnung in der Bordwand, wo die Ankerkette durchläuft
Ankerlaterne Ankerlicht, macht nachts kenntlich, dass ein Schiff vor Anker liegt (weißes Rundumlicht)
Anker lichten das Hochholen des Ankers (hieven)
Ankerplatz der Platz, Stelle (z.B. in einer Bucht) wo das Schiff ankert
Ankerspill Vorrichtung zum  Herablassen und Hochziehen des Ankers.
Ankertau das Tau, Seil an einem Anker
Ankerwache wird gegangen, wenn ein Schiff auf Reede vor Anker liegt
Ankerwinde, Ankerspill Vorrichtung zum Herablassen und Hochziehen des Ankers
anlanden etwas, jemanden - an Land bringen; die Ladung eines Schiffes löschen
anlaschen befestigen (mittels Bandage)
anlegen das Schiff legte am Kai an, das Boot soll dort (Pier, Kaje) anlegen
Anlegestelle die Kai, Kaje, Pier wo das Schiff angelegt hat
anliegen Redewendung, die angibt, dass das Schiff auf einer vorgegebenen Richtung zum Wind fährt. Kurs halten, direkt auf ein Ziel zulaufen.
anlieken das Liek an einem Segel befestigen
anloten sich unter dauerndem Loten vorsichtig der Küste nähern.
anluven Winkel zwischen Kurs und Windrichtung verkleinern; das Schiff näher an den Wind bringen; höher an den Wind gehen; Gegenteil von abfallen
anmarlen ein Segel mit einer Leine (durch Ösen im Segel) an einer Spiere befestigen
anmustern auf einem Schiff in Dienst treten, anheuern
anpeilen durch peilen feststellen und ansteuern, einen Punkt an der Küste anpeilen
anpicken eine Ladung einhängen, anschlagen - um sie z.B., mit einem Kran anzuheben
anpieken das Steilertrimmen der Gaffel durch Anholen des Piekfalles.
anpreien ein anderes Schiff anrufen
anreihen das Segel an Baum oder Gaffel festmachen oder anschlagen.
Anrichte Auch: die Pantry; ist der Raum oder der dazugehörige Tisch an Bord, wo die Speisen für den Tisch zubereitet werden.
anschäkeln mittels eines Schäkels verbinden
anschlagen befestigen, eine Schiffsladung anschlagen, anpicken  um sie mit einem Kran anzuheben; ein Rahsegel an der Rah; Gegenteil von abschlagen
ansegeln einen bestimmten Punkt (Küste oder Tonne) zu Navigationszwecken ansteuern
Ansegeln Eröffnung der Segelsaison durch eine erste gemeinsame Veranstaltung der Sportsegler
anspülen ans Ufer spülen, das Meer spült Tang und Holzstücke an
anstecken Verbinden zweier Leinen mit einem entsprechenden Knoten; Befestigen einer Flagge an einer Flaggleine
Ansteuern in Richtung auf ein bestimmtes Ziel fahren.
Ansteuerung mit Seezeichen  wie Tonnen oder Leuchttürme wird ein Schiff die Fahrrichtung angezeigt
Antenne
  • Sende- und Empfangsantenne für die Funkstation
  • auch Segelstange, Rahe
Antifouling schützt den Schiffsrumpf vor Bewuchs von Algen und Muscheln
Anwuchs bildet sich am Unterwasserschiff durch Pflanzen und Tiere. Er wird unter gewissen Bedingungen so stark, dass er die Fahrt des Schiffes stark hemmt.
Äquator teilt die Erde als geographische Bezugsgröße in zwei Hälften. Länge: 40076,6 Kilometer
Äquatortaufe scherzhafter seemännischer  "Reinigungs-" Brauch (beim ersten Überschreiten des Äquators); erhält der junge Seemann eine Art seemännischen Ritterschlag, Passagiere können auf Wunsch ebenfalls getauft werden.
Arche kastenähnliches Schiff
Archipel Inselmeer, - gruppe
ARPA Automatic Radar Plotting Aid (Automatische Radar-Zielerkennung und - Verfolgung). Ein in das ARPA- Radargerät integrierter Computer kann Geschwindigkeit, Kurs und Entfernung der das eigene Schiff umgebenden Wasserfahrzeuge ermitteln sowie die Zeitdauer bis zur geringsten Annäherung solcher Schiffe, die zur Kollisionsverhütung besonders beachtet werden müssen.
arktischer Seerauch Nebel
Armada Kriegsflotte; bewaffnete Flotte
Arsenal Geräte-, Waffenlager
A-Schein Führerschein des deutschen Segler-Verbandes, gültig für Binnengewässer
Ascheimer alter Spottname für Dampfer
Assi Maschinenassistent
Ästuar Bezeichnung für eine trichterförmig erweiterte Flussmündung in einem Gebiet starker Gezeitenströme. Um solle Ästuar handelt es sich bei den Bodden und Haffen der Ostseeküste.
Atlantis sagenhaftes im Meer versunkenes Inselreich
Atlantischer Ozean das zweitgrößte Weltmeer zw. Europa, Afrika u. Amerika, sowie zw. den beiden Polarmeeren
Atoll ringförmiges Korallenriff, -insel
aufbacken das Essen, Geschirr und Besteck auf den Tisch ( die Back) bringen.
Aufbauten Bauteile über dem Hauptdeck des Schiffes, die von Bord zu Bord reichen, die nicht von Bord zu Bord reichen werden als Deckshaus (Roof) bezeichnet
aufbrassen mit Hilfe der Brassen die Rahen so drehen, dass sie mehr in die Querschiffsrichtung kommen ( Gegensatz: anbrassen und abbrassen)
aufbringen Zwangsweises Anhalten eines Schiffes durch staatl. Organe (z.B. Wasserschutzpolizei) zum Zweck der Kontrolle; Hochholen von Segel oder Spieren in die oberen Teile der Takelage; Kapern eines Schiffes.
aufbrisen Wind in Stärke zunehmend
aufbrodeln Nebel brodelt auf
aufdampfen Annäherung eines Schiffes aus achterlicher Richtung
aufentern über die Wanten in die Takelage klettern
auffieren, fieren lose geben; eine unter Kraft stehende Leine verlängern, lose geben; lockern, nachgeben einer Leine oder eines Taues; Gegenteil von anholen
auffrischen der Wind frischt auf, stärker wehen und kühler werden
aufgeien Segel mit Geitauen zusammenholen, um den Wind aus den Segeln zu nehmen
aufheißen Hochziehen
aufhieven hochholen, hochziehen
Aufkimmung Neigung des Schiffsbodens vom Kiel zur Kimm, die zur Verbesserung der Kursstabilität und des Schutzes bei Grundberührung dient. Schlepper, Segler, Fischereifahrzeuge u.a. haben eine große Aufkimmung, große Frachter und Tanker sind zunehmend ohne A.
aufklaren
  • aufräumen; Ordnen des Tauwerks nach einem Segelmanöver (aufschießen); wird übertragen auf alle Arbeiten, die der Ordnung an Bord dienen
  • Besserung des Wetters
Aufklärer Schiff zum Aufklären feindlicher Stellungen
aufkommen
  • wenn man ein vorauslaufendes Boot einholt
  • als Ruderkommando "Komm langsam auf", wenn das Ruder nach mittschiffs zurückgelegt werden soll, um auf einen bestimmten Kurs zu gehen oder eine eingeleitete Drehbewegung abzufangen
  • schlechtes Wetter kommt auf
Aufkommer von See den Hafen ansteuerndes Schiff.
auf- oder ankreuzen Im Zick-Zack gegen den Wind segeln.
auflandig von See auf das Land zu wehend oder strömend; Gegenteil von ablandig
auflaufen Schiff ist auf Grund geraten, das Schiff ist (auf einer Klippe) aufgelaufen; stranden
auflaufendes Wasser hat man in Tidengewässern bei Flut, wenn das Wasser von See kommend in die Flussmündungen einströmt und dabei der Wasserspiegel steigt.
aufliegen ein Schiff liegt auf; ein Schiff außer Dienst stellen
Auflieger ein vorübergehend außer Dienst gestelltes Schiff, das auf Beschäftigung wartet
Aufliegezeit Ruhezeit der Schiffe
aufluven anluven, den Winkel zwischen Kurs und Windrichtung verkleinern, in den Wind drehen
aufpeitschen der Sturm peitscht die Wellen auf
aufpicken einen Gegenstand aus dem Wasser an Bord nehmen
auf Reede liegen außerhalb eines Bestimmungshafen oder in einer Flussmündung vor Anker liegen
aufriggen auftakeln
aufschießen
  • mit dem Boot in den Wind drehen, um es zum Stehen zu bringen
  • ein Tau zusammenrollen, zusammenlegen
aufslippen ein Schiff mit einer Rutsche oder mit einem auf Schienen laufenden Wagen auf  Land ziehen
auftakeln, aufriggen ein Boot mit Takelwerk ausrüsten (Aufstellen des Mastes, befestigen des stehenden und des laufenden Gutes)
auftoppen die Rahen in senkrechter Richtung bewegen
auftuchen das ordentliche Zusammenlegen der geborgenen Segel und Flaggen
auf und nieder soviel viel "senkrecht"; auch der Wind auf und nieder
aufschwimmen wenn Wasser in einen Dock gelassen wir, schwimmt  ein Schiff auf
Aufwind aufsteigender Luftstrom, aufwärts wehender Wind
Augbolzen Bolzen mit einer Öse am Kopf
Auge
  • Schlinge in Drahtseilen und Tauwerk, die auch Öse genannt wird
  • das weitgehend windstille und wolkenfreie Zentrum in einem Sturm oder Orkan
Aura Lufthauch, Wind, Dunst
Aurora römische Göttin der Morgenröte
ausbaken Seeweg mit Baken versehen, markieren
ausbojen Seeweg, ein Fahrwasser mit Seezeichen versehen
ausbooten mit Booten  vom Schiff ans Land bringen, Passagiere, Schiffbrüchige u.a.
ausbringen ins Wasser hinablassen; den Anker, ein Boot
aus dem Ruder laufen unbeabsichtigte Kursänderung, die sich nicht mit dem Ruder korrigieren lässt
ausdocken Schiff aus dem Dock holen
ausflaggen ein Schiff  in einen anderen Staat registrieren lassen ( z.B. wegen Steuervorteile, geringere Betriebskosten)
Ausguck Beobachtungsposten, Wachmatrose, der den Seeraum beobachtet  und Hindernisse, Schiffe, Lichter oder Land meldet  (auf Segelschiffen von einen Korb im  Mast)
ausklarieren Abfertigung durch die Hafen- und Zollbehörden
ausklamüsern herausfinden
auslaufen
  • aus dem Hafen fahren, das Schiff läuft aus
  • Hinausgleiten einer Leine
Ausleger
  • Arm von einem Kran
  • Metallstreben zur Aufnahme der Dollen für die Riemen der Sportruderboote
  • bei Booten seitlich angebrachter Schwimmkörper
Auslegerboot Boot mit Auslegern; Bootsform in Ozeanien
ausloten durch Lot die Tiefe eines Gewässers feststellen
auslugen scharf ausschauen
ausmachen Gegenstand, Schiff oder Seezeichen genau erkennen
ausmanövrieren mit einem  Schiff geschickt ausweichen, schwenken
ausmustern bei der Musterung  als untauglich ausscheiden
ausrauschen schnelles Hinausgleiten der Leine oder der Ankerkette
ausreffen ein gerefftes Segel wieder auf seine volle Größe bringen
ausrüsten
  • ein Schiff mit Gegenstände, Proviant, Werkzeuge, Kleidung usw. ausrüsten
  • nach Fertigstellung des Rumpfes eines Schiffes  bei einer Werft muss das Schiff ausgerüstet werden (z.B. Kabinenausbau usw.)
Ausrüster ein Unternehmen, das Schiffe mit allen Gütern ausrüsten (beliefern)  kann
ausschäkeln vom Schäkel lösen, besser: abschäkeln
ausscheren eine andere Richtung nehmen als der weiterlaufende Schiffsverband
ausschießen herausrutschen z.B. einer Leine
ausschiffen Passagiere vom Schiff an Land bringen oder das Verlassen des Schiffes nach beendeter Reise
ausschwingen Rettungsboot, -floß mit Aussetzvorrichtungen außenbords schwingen
aussegeln Überholen eines anderen Bootes (im Wettkampf)
Außenborder Außenbordmotor
Außenbordmotor bei Booten außen am Heck angebrachter Motor
außenbords alles außerhalb des Schiffes, Bootes
Außenbordskameraden Scherzhafte Bezeichnung der Seeleute für Fische
Außengei Ladegeschirr
Außenkammer Kammer an Bord mit Fenster oder Bullauge nach der Wasserseite
Außenklüver bei Seglern auch das äußerste Segel am Klüverbaum, auch Jager genannt
Außenreede äußerer Ankerplatz vor einem Seehafen
aussegeln ein Boot bei Regatten überholen
aussetzen ein Boot von Bord aus ins Wasser setzen; in der Fischerei, das Aussetzen des Fanggeräts
aussingen Befehle oder Nachrichten an Bord ausrufen
ausstecken  herausgeben von Leinen, Ketten, damit diese die zum Festmachen notwendige Länge erreichen
austörnen Verdrehung des Tauwerks oder der Kette beseitigen
austonnen Seeweg ausbojen
auswehen Segel sind am Mast vom Wind gebläht
Autocarrier RoRo-Schiff, Autotransporter, Spezialschiff für den Autotransport
Aviso ursprünglich ein schnelles, leichtes bewaffnetes kleines Schiff zur Aufklärung und Nachrichtenübermittlung; später eine yachtähnliches Schiff, das für Repräsentations-, Führungs- und Wohnzwecke, aber auch für leichte Kampfaufgaben eingesetzt wurde (französische Marine, gehört zu den Fregatten).
Axiometer Richtungsanzeiger am Steuerruder eines Schiffes
Aye, Aye im Bordgebrauch für "jawohl, verstanden", oft mit einem Handzeichen (Klarzeigen) verbunden, wenn man sich im Wind und Seegang verständigen muss
Azoren Inselgruppe im mittleren Atlantischen Ozean
Azorenhoch ein im Bereich der Azoren mit großer Regelmäßigkeit vorherrschendes Hochdruckgebiet, das als ein Teil des subtropischen Hochdruckgürtels für die