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Planung einer Homepage

einige ProjekteVor der tatsächlichen Erstellung einer Homepage sollte eine konkrete Planung durchgeführt werden. In dieser Phase gilt es, einige grundsätzliche Fragen zu beantworten, die sowohl über Kosten als auch Akzeptanz des Online-Auftritts entscheiden.

Lassen Sie sich auf jeden Fall zu jeder dieser Fragen beraten, testen Sie anhand der unten angegebenen Checkliste. Sie werden staunen, wie unterschiedlich die Antworten bzw. Entwürfe verschiedener Webdesigner bzw. Webmaster ausfallen ...

Wozu soll die Präsenz dienen?

Mögliche Antworten sind hier (u.a.) die bloße Existenz einer Homepage als triviale "ich bin da"-Seite, Präsentation der Person/Firma, Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und/oder das Anbieten von Leistungen, Waren oder Informationen.

Beachten Sie, dass von dieser Frage sowohl das Design, die technische Umsetzung als auch die Technik zur Pflege des Inhalts abhängen können.

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Zielgruppe der Präsenz

Diese Frage ist nicht ganz so trivial, wie sie im ersten Moment zu sein scheint:
Durch die Antwort wird die Gestaltung der Webseite maßgeblich beeinflusst!

Grob gesagt kann man zwischen verspieltem, an optischen und sonstigen Spielereien interessiertem oder von mehr seriös bis konservativ orientiertem Klientel unterscheiden.

In die erste Kategorie fallen normalerweise Spiele-, Kinder- oder Musikseiten. Bei mehr auf Seriösität bedachter Gestaltung findet man sich im grossen "durchschnittlichen" Kreis von Firmen und Personen aus allen möglichen Interessengebieten wieder.

Das Einbringen von "Pfiff" oder "Pepp" ist bei Seiten der zweiten Kategorie nicht immer einfach, da möglichst wenige Techniken zum Einsatz kommen sollten, welche durch Optimierung auf bestimmte Browser oder Betriebssysteme zum Ausschluss von möglichen Besuchern führen. Beachten Sie jedoch, dass Inhalt wichtiger als Form ist!

Die wichtigste Frage bei der Planung einer Webseite lautet nicht, wie man die peppigste Seite des Internets erstellt, sondern wieviele Besucher man ausschließen will!

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Art der Seitengestaltung

In Abhängigkeit von der Zielgruppe kann sich hier die "Notwendigkeit" zur klassischen oder vollständig animierten Gestaltung (Flash und ähnliches) ergeben. Zu beachten ist, dass bei zwingender Verwendung von Java, JavaScript, Flash oder ähnlichem der Kreis der möglichen Betrachter automatisch eingeschränkt ist.

Ein häufig verwendetes Mittel zur Gestaltung ist die Verwendung sogenannter "Frames".

Lassen Sie das, der Einsatz von Frames ist zumeist (gelinde gesagt) laienhaft und bereitet normalerweise mehr Schwierigkeiten als Nutzen erzielt wird. Bei den sich immer mehr durchsetzenden Browsern neuerer Generation gibt es andere Möglichkeiten, die gewünschten Effekte zu erreichen.

Die Probleme gehen von der Seitenskalierung über Eintragung in Suchmaschinen, Bookmarking (Setzen von Lesezeichen) bis hin zu wirklichen Zugangsbeschränkungen (beispielsweise für Blinde, keine Menüs sichtbar, ...). Zudem gibt es derzeit (Sommer 2005) wirklich keinen mir bekannten Browser, der sich bei Frames an die Vorschriften des W3-Consortiums hält! Halbwegs sinnvoll können sie eigentlich nur dort eingesetzt werden, wo man eine große Datenmenge durch statisch abgelegte Seiten übersichtlich präsentieren will (beispielsweise ein Lexikon mit mehreren tausend Stichworten).

Trotzdem bleiben die vorgenannten Probleme bestehen! Zur Demonstration der Probleme habe ich die hier veröffentlichte Sammlung von Begriffen aus der Seefahrt mit Frames gestaltet. Versuchen Sie einfach, beispielsweise die Darstellung der Seite "G" als Favoriten zu speichern. Als Lösung bietet sich der Einsatz von CSS an, mit dessen Hilfe bei Nutzung aktueller Browser die selben Effekte erzielt werden können.

Nicht alles, was technisch machbar ist, ist sinnvoll! Bedenken Sie bitte, dass viele Online-User ihre Rechnung immer noch basierend auf Online-Zeit oder übertragenes Datenvolumen gestellt bekommen (ISDN oder Modem an "normalem" Telefonanschluss, alte "Flatrate"-Tarife). Oder gefällt es Ihnen, wenn Sie erst den minutenlangen Download eines Betrachterprogrammes sowie dessen Installation hinter sich bringen müssen?

Hier scheidet sich die Spreu vom Weizen der sogenannten Webdesigner und Webmaster! Wenn Sie Probleme vermeiden wollen, achten Sie darauf, dass nur geprüfter (X)HTML/CSS-Code eingesetzt wird (kostenlose Online-Prüfung: Validierung beim W3-Consortium).

Hier ein Beispiel von browser-abhängiger Optimierung eigentlich standardisierter Technik (Achtung, lange Ladezeit!).

Vermeiden Sie auch, dem Betrachter Links anzubieten, welche keine sind.

Hier ein Beispiel verwirrender Navigation.

Desweiteren empfiehlt es sich aus rechtlichen Gründen, auf deutschen Seiten zumindest das Impressum so zu gestalten, dass es wirklich von jedem möglichen Betrachter gelesen werden kann. Eine Abmahnung ist zwar ablehnbar, kostet aber mehr als die entsprechende Strafe wegen Nichteinhaltung der Vorschriften.

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Statische versus dynamisch generierte Seiten

Bei Einsatz eines sogenannten Content Management Systems (CMS) werden die Seiten einer Homepage zumeist dynamisch bei Aufruf der Seite aus einer Datenbank heraus generiert. Dies hat einige Vorteile:

  • Inhalte sind immer aktuell
  • Trennung von Inhalt und Design leicht möglich
  • Inhalte können auch von ungeschulten Personen auf einfache Art und Weise eingebracht werden.
  • Terminabhängige Darstellung von Inhalten bei leistungsfähigeren CMS problemlos möglich (beispielsweise Sonderangebote für bestimmte Zeiträume).

Nicht zu verschweigen sind gewisse Nachteile dieser Dynamik:

  • Die Pflege der Design-Vorlagen (templates) erfordert zumeist tiefere Kenntnisse des eingesetzten Systems, kann also nicht ohne weitere Kenntnisse durchgeführt werden.
  • Zur Änderung der Funktionalität ist wirkliche Programmierung erforderlich.
  • Suchmaschinen müssen mit speziellen Maßnahmen "überlistet" werden.
  • Serverseitig wird die Webseite angreifbarer, das Gesamtsystem anfälliger.
  • Bei vielen gleichzeitigen Zugriffen kann es zu Störungen kommen.

Die Nachteile kann man durch Einsatz von CMS, welche aus in Datenbanken gespeicherten Inhalten statische Seiten generieren, mildern. Will man diese Generierung mit möglichst wenig Aufwand betreiben lassen, so empfiehlt sich der Einsatz von Server Side Includes (SSI). SSI sind auch bei vollständig statischen Seiten die pflegeleichteste Variante.

Bei gleichen Voraussetzungen bez. der technischen Ausstattung des Webservers ergeben sich in etwa folgende Leistungsdaten für die Ausgabeleistung des Webservers (die Zahlen ermittelte ich als Entscheidungshilfe/Planungsgrundlage während meiner Tätigkeit im Hosting-Bereich):

100% - Vollständig statische Seiten
~70% - Statische Seiten mit SSI, stark vom Grad der Aufteilung abhängig
<30% - Dynamische Ausgabe, direkt aus Datenbank generiert

In Zahlen heisst das, dass der Webserver bei vollständig statischem Aufbau der Webseite 100 Seiten pro Zeiteinheit, bei Verwendung von SSI noch ca. 70 Seiten und bei vollständiger Dynamisierung weniger als 30 Seiten in derselben Zeiteinheit an den Benutzer ausliefern kann. Dies kann bei hohen Zugriffszahlen ein entscheidender Kostenfaktor werden oder die Akzeptanz der Homepage stark beeinflussen.

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Interaktion der Besucher

Sollen die Besucher der Webseite interaktiv tätig werden können, dann ist mit Sicherheit einiges an Programmierung notwendig. Auch hier ist die entscheidende Frage, wie stark der mögliche Benutzerkreis durch Verwendung Client-seitiger Technologie (Java, JavaScript, Flash, ...) eingeschränkt werden soll. Bei Einsatz Server-seitiger Anwendungen kann man derartige Hemmnisse zumeist umgehen, was aber höhere Anforderungen an den Webserver mit sich bringt.

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Aktualisierung des Inhalts

Stellen Sie sicher, dass Sie den Inhalt der Homepage immer aktuell halten. Prüfen Sie, welche Voraussetzungen dafür auf personeller Ebene erfüllt sein müssen (sind besondere Kenntnisse erforderlich?).

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Sonstige Pflege und Wartung der Homepage

Die Wartung und sonstige Pflege einer Homepage umfasst nicht die Aktualisierung von Inhalten, sondern erstreckt sich auf Tätigkeiten wie Löschen überholter Daten, Design-Änderung, Einrichtung neuer Rubriken, usw., usf.. Hierfür sind weitergehende Kenntnisse sinnvoll, auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Diese Tätigkeiten extern erledigen zu lassen ist zumeist kostengünstiger und effektiver wie die eigene Einarbeitung und Erledigung.

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Haben Sie alle notwendigen Rechte an ihrer Domain?

Erfahrungsgemäß gibt es immer noch "Anbieter", welche die Unkenntnis der Kunden schamlos ausnutzen und deshalb die Domain-Registrierung so ausführen, dass Sie als Kunde zwar Domaininhaber, der Anbieter jedoch Admin-C ist.

Was heisst das nun?

Der Admin-C (Administrative Coordinator) ist bei administrativen Belangen *DER* Ansprechpartner überhaupt, er ist der Herrscher über die Domain:

Sobald eine Änderung der Domain-Daten erforderlich ist (z.B. wegen Verlegung zu einem anderen Hoster) muss die Zustimmung des Admin-C vorgelegt werden, sonst ist eine Änderung nicht möglich. Der Admin-C wiederum kann die Domain jederzeit verlegen!

In der Praxis haben wir häufig Fälle erlebt, wo der Anbieter seinen Service an teure Verträge gekoppelt hat. Der Kunde wollte den Anbieter wechseln, konnte es wegen der fehlenden Zustimmung des Admin-C jedoch zunächst nicht. Die Lage spitzte sich in jedem Fall aufgrund der berechtigten Kundenwünsche zu, der Gang zum Rechtsanwalt (Kosten!) war unumgänglich.

In weniger harmlosen Fällen haben wir erlebt, dass der Admin-C (= der Anbieter) die Kunden-Homepage verlegt und einen komplett anderen Inhalt eingestellt hat.

Das muss nicht sein!

Unser Rat:

Wählen Sie gleich einen seriösen Anbieter, welcher Sie sowohl als Domaininhaber, als auch als Admin-C eintragen lässt. Es gibt jedoch Ausnahmen, wo dies nicht so einfach machbar ist. Dann sollten Sie aber eine eindeutige vertragliche Regelung für den Fall der Beendigung der Geschäftsbeziehung haben. Ein wirklich seriöser Anbieter wird ihnen bei einer Ausnahmekonstellation diesen Vertrag stillschweigend vorlegen und erklären.

Finger weg von Anbietern, welche sich durch Eintrag als Admin-C eine Lebensstellung verschaffen (wollen) - der Gang zum Rechtsanwalt ist vorprogrammiert.

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Kleine Checkliste zur Prüfung der Homepage

  • Sind die Inhalte Ihrer Webseite mit jedem Browser darstellbar?
  • Nutzen Sie Frames?
  • Haben Sie Ihr (X)HTML und CSS validiert?
  • Nutzen Sie die richtige Schriftart auf Ihrer Webseite?
  • Nutzen Sie die Farben auf Ihrer Webseite, welche der Zielgruppe am besten entsprechen?
  • Lädt Ihre Seite schnell?
  • Existiert eine gute Kontaktmöglichkeit auf der Webseite?
  • Wird ein Impressum angeboten?
  • Ist Ihre Seite unabhängig von der Grösse des Browserfensters?
  • Nutzen Sie das richtige Grafikformat?
  • Wurde bei allen Grafiken das alt-Attribut angegeben?
  • Benutzen Sie Flash, JavaScript, ImageMaps, besondere Techniken?
  • Sind Sie nicht nur Domain-Inhaber, sondern auch Admin-C bzw. ist die Übergabe des Admin-C vertraglich geregelt?

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